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Entscheidung um Sollbrüggenpark in Bockum

Im Herbst beginnen die Arbeiten : Sollbrüggen: Teich wird entschlammt

Die scheinbar unendliche Geschichte um die verschlammten Gräben im Sollbrüggenpark scheint zu einem guten Ende zu kommen. In der Sitzung der Bezirksvertretung (BZV) Ost versprach Andreas Horster, Chef des Kommunalbetriebs Krefeld (KBK), dass der Schlamm im Oktober ausgebaggert wird.

„Die dafür notwendigen 200 000 Euro stehen im Haushalt“, berichtet BZV-Vorsitzender Wolfgang Merkel. „Wir schauen jetzt nur noch nach vorne.“ Auf die Missstände hatten zwei Schüler hingewiesen. Marcus und Katharina Thome hatten 2015 am Wettbewerb „Jugend forscht“ am Maria-Sibylla-Merian-Gymnasium eine Methode entwickelt, die Qualität von Wasser zu prüfen. Bei ihren praktischen Experimenten stellten sie in den Teichen des Sollbrüggenparks erhebliche Mängel der Wasserqualität fest. Merkel: „Jetzt soll auch der Schlamm auf mögliche Schadstoffe untersucht werden.“

Weitere Themen der BZV waren: Der Kinderspielplatz Höppnerstraße wird so gestaltet, wie es sich Kinder, Eltern, Paten und interessierte Bürger gewünscht haben. Bei dieser Bürgerwerkstatt wurde viel über Schatten gesprochen. Demnach sollen einige neue Bäume gepflanzt werden. In der Sandspielfläche sind Doppelschaukel, große Drehscheibe und ein Niedrigseilklettergarten geplant. Letzterer ist ein Kompromiss aus den Wünschen der Kinder für eine große Kletteranlage und dem Ruhebedürfnis der Anwohner, die auf keinem Fall einen Kletterturm haben wollen. Das Kletterangebot geht nun in die Fläche und nicht in die Höhe.

Immer wieder wird die Absperrung der nicht verkehrssicheren Zoobrücke beiseite gerückt. Mitarbeiter des KBK schauen dort regelmäßig nach dem Rechten. Die Politiker in der BZV-Ost beschlossen, die Brückenplanung in Zusammenhang mit Zoo- und Grotenburg-Entwicklung zu behandeln.

In dieser Legislaturperiode standen der BZV-Ost 30 720 Euro an eigenen Haushaltsmitteln zur Verfügung. Das sind jährlich 5210 Euro. In diesem Jahr fließt das Geld an die Krefelder Tafel. „Die Organisation arbeitet in ganz Krefeld, hat aber ihren Sitz in Bockum und natürlich profitieren auch die Bürger in diesem Stadtbezirk davon. Es ist das erste Mal in der BZV Krefeld-Ost, dass nur ein einziger Empfänger die Gesamtsumme erhält”, sagte Merkel.