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Entführung auf offener Straße wird vor Gericht verhandelt.

Prozess : Angeklagter und Zeugen fehlten

30-jähriger Mann soll Frau und zwei Kinder entführt haben.

Es muss einiges los gewesen sein auf dem Südwall am 2. November 2016. Auf offener Straße wurden eine Frau und ihre beiden vier und sechs Jahre alten Kinder in ein Auto mit polnischem Kennzeichen gezerrt. Kurz darauf bekam die Großmutter der Kinder Besuch in einem Friseursalon. Ein Mann soll von ihr Lösegeld in Höhe von 30 000 Euro gefordert haben.

Anklagevorwurf lautet auf erpresserischen Menschenraub

Dieser Mann soll ein 30-jähriger Schwede gewesen sein, der eigentlich in Hamburg lebt. Er hätte sich am Freitag vor dem Schöffengericht wegen erpresserischen Menschenraubes verantworten sollen. Aber weder er noch drei Zeugen erschienen vor Gericht. Sein Anwalt teilte mit, dass sein Mandant erkrankt sei. Er muss das Attest nun innerhalb von drei Tagen einreichen. Gegen die Zeugen wurde ein Ordnungsgeld verhängt.

Es soll sich bei den mutmaßlichen Tätern und Opfer um Bekannte Handeln, die Streitigkeiten auf rabiate Art lösen wollten. Auch zwei weitere Frauen sollen in die Tat verwickelt gewesen sein. Sie sollen den Pkw mit den Entführungsopfern gefahren haben. Gegen sie läuft aber ein abgetrenntes Verfahren. Zur Lösegeldzahlung kam es nicht. Aufmerksame Zeugen hatten die Polizei gerufen. Daraufhin fuhr das Auto mit den Entführten zum Friseursalon, wo sie aussteigen durften.

Das Verfahren wird im Februar fortgesetzt.