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Schwimmen nur für Gänse?: Elfrather See: Diskussion über Zukunft als Badegewässer

Schwimmen nur für Gänse? : Elfrather See: Diskussion über Zukunft als Badegewässer

CDU und SPD positionieren sich klar gegen die Beschlussvorlage der Stadtverwaltung.

Krefeld. Wenn sich Krefelds Politiker am Donnerstag um 17 Uhr im Rathaus zur Sportausschusssitzung treffen, sind die Rollen im Hinblick auf den Tagesordnungspunkt Elfrather See klar verteilt. CDU und SPD hatten nach Bekanntwerden der Beschlussvorlage zur sofortigen Aufgabe und Entwidmung des Badesees klar Stellung für die Erhaltung des Schwimmareals bezogen. Die Grünen, die FDP und die UWG würden hingegen eine Entwidmung des Sees begrüßen.

„Die Diskussionen sind abzusehen“, sagt Marc Blondin (CDU), der als Sportausschussvorsitzender selber klar Stellung zu dem Thema bezieht. „Die derzeitige Situation am Badesee ist so nicht zu akzeptieren, eine Aufgabe des Elfrather See als kostenloses Schwimmareal aber auch nicht“, sagt Blondin, der fordert, den Beschuss der Gänse rund um das Naherholungsgebiet nicht aufzugeben. „In dieser Woche haben wir noch das Aufstellen einer Schreckschussanlage am Elfrather See angeregt. Dies wurde aber von Seiten der Verwaltung als nicht zielführend bewertet“, sagt Blondin.

Die SPD reichte am Dienstag noch einen Antrag ein, in dem sie fordert, den Badesee nicht aufzugeben und zu entwidmen. Gleichzeitig will die SPD die Verwaltung beauftragen, eine Zukunftswerkstatt „Erholungspark Elfrather See“ einzuberufen. Ziel soll es sein, nicht nur externe Fachleute, sondern auch alle Akteure, wie zum Beispiel Vereine, die Kreisjägerschaft und die Kreisbauernschaft zu beteiligen, eine Lösung für die derzeit problematische Situation am Badesee zu finden. „Wir schlagen vor, alle Beteiligten an einen Tisch zu holen, um über die Zukunft des Elfrather Sees zu diskutieren und konkrete Maßnahmen zu verabschieden“, sagt Roman Dahm, der sportpolitische Sprecher der SPD.