Zu: „Krefeld kämpft für Kinder“, WZ vom 21. Februar Eingesparte Gelder gegen Kinderarmut verwenden

<h2>Zu: „Krefeld kämpft für Kinder“, WZ vom 21. FebruarAuf jeden Fall steht als erstes monetäres Ergebnis fest, dass Herr Micus sich nicht um Altersarmut sorgen braucht.

Als Bürger, der seine Informationen zur Krefelder Politik den lokalen Presseorganen entnimmt, gewinne ich den Eindruck, dass das Rathaus sich zu einem Senior-Expert-Service entwickelt.

Mit einem kleinen, aber bedeutsamen Unterschied: im tatsächlichen Senior-Experten-Service arbeiten die mit einer hohen Altersversorgung ausgestatteten Experten ehrenamtlich für soziale, gesundheitspolitische und ähnliche Projekte. Erstaunlich, dass Herr Micus, der „Schutzpatron“ des Ehrenamtes, für sich da bei der nach wie vor finanziell klammen Stadt Krefeld eine Ausnahme macht. Ich erinnere mich noch gut daran, wie er vor fünf Jahren den Streitern für den Erhalt der Bücherei Uerdingen empfahl, die bis dato städtische Einrichtung als Ehrenamtsprojekt fortzuführen. Dabei wollte er mit Erfahrungen aus Hüls gerne behilflich sein.

Die Bücherei Uerdingen wurde wegen eines angeblichen Einsparpotenzials von 30 000 Euro (von heute auf morgen) mit Micus‘ argumentativer Unterstützung geschlossen.

Was wird wohl die Pensionsaufbesserung des Herrn Micus kosten? Mir erschließt sich nicht, warum solche durchaus zu vergütenden Koordinationen nicht mit aktiven Arbeitnehmern besetzt werden, die auf dieses Einkommen angewiesen wären. Unabhängig davon bräuchte das Projekt auf die Kompetenzen des Senior-Experten Micus nicht zu verzichten. Gegen Sachkostenerstattung könnte er ehrenamtlich von zuhause aus seine Vernetzungskompetenzen zwecks zum Beispiel Fundraising einbringen.

Jemandem, der mit sicherlich hoher Pension ausgestattet ist, sich öffentlich katholischem Ethos verpflichtet fühlt und andere gerne ins Ehrenamt verpflichten möchte, stünde solch ein Vorbild gut zu christlichem Gesicht. Die dadurch eingesparten Gelder wären im Projekt gegen Kinderarmut vorbildlich verwendet und würden so manchen Bürger zu materieller oder anderer Unterstützung motivieren. Am besten als Daseinsvorsorge.

Norbert Sinofzik

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