Eine der modernsten Mühlen Europas entsteht in Krefeld

Krefelder Hafen : Richtfest der neuen Castellmühle ist im Herbst

In der Anlage im Hafen sollen ab 2020 jährlich 365 000 Tonnen Getreide gemahlen werden.

Der Neubau der Castellmühle geht voran und liegt im Zeitplan, so dass im Herbst das Richtfest gefeiert werden kann. Es geht hoch hinaus: Mittlerweile haben bereits die ersten Gebäudeteile — so das 65 Meter hohe Haus für die Vorreinigung des Getreides — ihre finale Höhe erreicht und es werden weitere Fortschritte auf dem Gelände erkennbar.

Das Erdgeschoss des Getreidesilos wurde betoniert. Im nächsten Schritt erfolgt zügig der Gleitbau, eine Bautechnik im Betonbau, bei der die Schalung mitwandert, bis das Silo seine finale Höhe von 58 Metern erreicht hat. Das Mehlsilo hat einen Grundstock von 22 Metern erreicht. Im künftigen Verladesilo sind bereits vier Spuren mit integrierten Brückenwaagen eingebaut worden.

Kölner Produktionsstandort
wird nach Krefeld verlagert

„Mit der Verlagerung unseres Kölner Produktionsstandorts nach Krefeld schaffen wir die Voraussetzungen für den Fortschritt unseres Unternehmens“, sagt Frank Markmann, der künftige Chef des Krefelder Hauses. „Ab Frühjahr 2020 wird hier nach und nach und in drei Schritten eine der größten und modernsten Mühlen Europas in Betrieb gehen. Die Castellmühle wird dann vom Krefelder Rheinhafen aus — und weit über die Grenzen von Nordrhein-Westfalen — Millionen von Menschen mit dem Grundnahrungsmittel Mehl versorgen.“

Römischer Mühlstein wird an ehemaliges Kastell erinnern

Ob traditioneller Handwerksbäcker oder namhafter industrieller Weiterverarbeiter: „Unser Ziel ist es, die langjährigen, erfolgreichen Partnerschaften der heutigen Ellmühle gemeinsam mit unseren Mitarbeitern am neuen Goodmills-Standort nahtlos fortzusetzen.“ Zwölf Gebäudeteile vom Pförtnerhaus bis zum Silo werden die Mühle ausmachen. Sie steht auf einem 47 000 Quadratmeter großen Grundstück. Darauf wurden vor Baubeginn noch archäologische Grabungen durchgeführt. Wenn die Mühle fertig ist, wird dort ein Stück Mühlstein aus der Römerzeit in einem prominenten Raum ausgestellt. Der Name Castellmühle soll an das historische Römercastell erinnern, beinhaltet aber auch den Namen des alten Standortes, der Kölner Ellmühle.

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