Ein Lichtblick am Rhein: Müncker-Gelände gekauft

In kurzer Zeit soll dort ein ganzes Quartier entstehen.

Krefeld. Lichtblick für den Rheinblick: Nach Jahren ist das frühere Gelände der Spedition Müncker endlich an einen Investor verkauft. Die KRP Finanz GmbH & Co. Quartier Rheinblick KG mit Sitz in Bielefeld verspricht: „Wenn wir Baurecht haben, ist innerhalb von zwei Jahren alles fertig.“

Was Sprecher Lutz Remmert sagt, dürfte in den Ohren der Uerdinger wie Musik klingen. Denn das Projekt Rheinblick, das auf vier verschiedenen Grundstücken am Fluss entstehen soll, wartet bereits seit 2003 auf die Realisierung. Der Eigentümerwechsel des Müncker-Geländes könnte nun — nach dem erfolgreichen Umbau bei Dujardin — zur Initialzündung werden. Wenn die Abstimmung mit der Stadt glatt läuft, wird ab Frühjahr, spätestens ab Sommer 2013 gebaut.

Carl Gustav Cremer, der bisherige Eigentümer, hat das Grundstück bereits im Juni veräußert. Seitdem laufen in Bielefeld die konkreten Vorbereitungen. Lutz Remmert jedoch befasst sich schon seit knapp fünf Jahren mit dem Gebiet. „Wir planen in Anlehnung an die Entwürfe von Ulrich Coersmeier“, sagt er. Der Sieger des städtebaulichen Architektur-Wettbewerbs zum Projekt Rheinblick schwärmte schon immer von dem Potenzial am Rheinufer.

Das sieht auch der neue Eigentümer so: „Das Grundstück ist reizvoll, direkt am Rhein. Das wird ein richtiges ,Quartier Rheinblick‘, das eigenständig funktioniert und in dem man sich wohlfühlt.“

Das „Quartier“ entsteht aus Wohn- und Gewerbeprojekten. „110 Wohneinheiten sind geplant, ein Seniorenpflegeheim, betreutes Wohnen, Kita, Arztpraxen, ein Café, Gastronomie und eine Tiefgarage“, sagt Remmert.

Es wird drei Gebäude geben, die zum Rhein hin schmaler werden und die auseinander stehen, so dass sie durchlässig sind für Rheinblicke. Ein Platz wird für Großzügigkeit sorgen, eine Treppe führt zum Fluss hinab.

In der 40-Millionen-Euro-Investition ist auch die Planung für die denkmalgeschützte Müncker-Villa und ihren ebenfalls geschützten Garten inbegriffen. „Beides bleibt natürlich erhalten. In der Villa könnten wir uns ein Restaurant vorstellen.“ Darüber hinaus bleibe von der alten Industriebrache nichts übrig. Auch um den Hochwasserschutz will Remmert sich in Eigenregie kümmern. Auf andere Lösungen zu warten, dauere ihm zu lange, sagt er. Der Investor hofft, dass auch eine Rheinpromenade entsteht und rechts und links des Geländes „etwas Gutes“ geschieht. Doch wie es dort weitergeht, steht noch in den Sternen (siehe Kasten).

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