EGK-Mitarbeiter: Krumme Geschäfte mit Schrott

EGK-Mitarbeiter: Krumme Geschäfte mit Schrott

EGK erstattet Anzeige gegen Mitarbeiter.

Krefeld. Zehn Jahre lang sollen mehrere Mitarbeiter der Entsorgungsgesellschaft Krefeld (EGK) an der Parkstraße in Uerdingen krumme Dinger mit Schrott gedreht haben - um sich schöne Feiern im Kollegenkreis zu finanzieren.

Wie Oberstaatsanwalt Hans Dieter Menden am Dienstag der WZ bestätigte, ist am Montag bei seiner Behörde eine Strafanzeige des Unternehmens wegen Betrugs bzw. Unterschlagung eingegangen. Angeblich neun bereits fristlos gekündigte Mitarbeiter sollen Metall- und Eisenschrott, der beim Trennen und nach dem Verbrennen des Haus- und Gewerbemülls angefallen ist, an ein Verwertungsunternehmen verkauft haben. Der Erlös von rund 3000 Euro im Jahr sei aber nicht an die EGK, sondern in eine eigene "schwarze Kasse" geflossen.

Menden: "Die EGK macht einen Schaden von 30000 Euro über den gesamten Zeitraum geltend." Den Vorwürfen gehe die Ermittlungsbehörde nun nach, mit einem Ergebnis sei erst in einigen Wochen zu rechnen. Die Geschäftsführer der Entsorgungsgesellschaft, die pro Jahr als "Erfüllungsgehilfe" der Stadt Krefeld rund 280000 Tonnen Müll aus der Region und Klärschlamm in Energie umwandelt, wollten gestern zu den Vorgängen keine Stellung beziehen. al