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Drei Corona-Tote in Krefeld: Inzidenzwert steigt wieder leicht an

Inzidenzwert steigt wieder leicht an : Drei Corona-Tote in Krefeld

In Krefeld gibt es erneut drei Tote, die im Zusammenhang mit der Pandemie stehen. Die Inzidenzzahl steigt wieder leicht an.

Erneut sind in Krefeld drei Menschen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie gestorben, teilte die Stadt mit. Die Betroffenen waren etwa 70 und Mitte 90 Jahre alt und wurden in Krefelder Klinik behandelt. Beide waren zuvor keine Heimbewohner. Die dritte Person war etwa 90 Jahre alt und lebte in einem Seniorenheim in Krefeld. Zu Vorerkrankungen liegen in allen drei Fällen keine weiteren Informationen vor. Insgesamt sind 94 Krefelder im Zusammenhang mit der Pandemie gestorben.

Die Gesamtzahl aller bestätigten Corona-Infektionen liegt in Krefeld am Mittwoch, 20. Januar (Stand: 0 Uhr), bei 6.278, das sind 55 Fälle mehr als am Vortag. Die Gesamtzahl der Genesenen liegt bei 5.422. Als aktuell infiziert gelten laut Angaben der Stadt 762 Personen, am Vortag waren es 743 Krefelder.

Mit der neuen Entwicklung steigt die vom Robert-Koch-Institut für Krefeld angegebene Sieben-Tage-Inzidenz wieder an. Sie lag am Dienstag bei 128, am Mittwoch stieg die Zahl der Corona-Neuinfektionen in sieben Tagen pro 100.000 Einwohner auf 136.

In den Krefelder Kliniken liegen nach einer Corona-Infektion aktuell 44 Patienten aus Krefeld, neun von ihnen befinden sich auf der Intensivstation, drei davon werden beatmet. In freiwillige oder behördlich angeordnete Quarantäne haben sich bisher 21.032 Personen begeben. In Krefeld wurden seit Beginn der Pandemie 40.819 Erstabstriche vorgenommen, 607 davon sind offen.

Auch im Notbetrieb von Kindertageseinrichtungen (Kitas) und Schulen gibt es aktuell neue Meldungen. Dem Fachbereich Gesundheit der Stadt Krefeld wurden jeweils ein neuer Infektionsfall aus der Kita Kempschen Weg und der Kita Steckendorfer Straße übermittelt.

Der Kommunale Ordnungsdienst (KOD) hat bei seinen Kontrollen in Krefeld auch am Dienstag überprüft, ob die Bestimmungen der Coronaschutzverordnung eingehalten werden. 13 Bußgeldverfahren und ein Strafverfahren wurden eingeleitet. In einem Fall fiel zwei KOD-Kräften am Dienstagnachmittag in der südlichen Innenstadt auf, dass in einem Kosmetiksalon eine Kundin behandelt wurde. Der Betreiber gab an, dass er in seinem Salon medizinisch notwendige Behandlungen anbiete, welche nach der Coronaschutzverordnung zulässig seien. Eine medizinische Notwendigkeit im konkreten Fall konnte allerdings dem KOD nicht glaubhaft dargelegt werden. Auch ein ärztliches Attest konnte die Kundin nicht vorlegen. Gegen den Betreiber wird ein Bußgeldverfahren eingeleitet, weil er eine Dienstleistung angeboten hat, bei der ein Mindestabstand von 1,5 Metern zum Kunden nicht eingehalten werden konnte. Die in der Coronaschutzverordnung dafür vorgesehene Summe beträgt 1.000 Euro. Bei Kontrollen an Haltestellen wurden insgesamt acht Personen ohne Mund-NaseBedeckung angetroffen: fünf Personen an der Haltestelle Hansa-Zentrum, zwei Personen an der Rheinstraße und eine am Ostwall. Jeweils 150 Euro Bußgeld sind zu zahlen. Außerdem gab es am späten Abend einen Einsatz des Kommunalen Ordnungsdienstes auf dem Theaterplatz. Dort traf das KOD-Team eine Gruppe von vier Personen an, die gegen die Kontaktregeln verstießen. Während die KOD-Mitarbeiter die Personalien feststellten, um ein Bußgeldverfahren einleiten zu können, versuchte ein 39-jähriger Mann zu flüchten. Die Polizei wurde hinzugerufen und nahm den Mann in Gewahrsam. Gegen alle vier Personen wird ein Bußgeldverfahren eingeleitet. Den 39-Jährigen erwartet außerdem eine Strafanzeige wegen Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte.

(red)