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Diese Projekte werden im Stadtumbau in Uerdingen gefördert

Uerdingen : Stadtumbau: Diese Projekte werden in Uerdingen gefördert

Mit bestimmten Mitteln kann jeder Ideen für den Stadtteil umsetzen. Die ersten Beispiele im Überblick.

Mit Stadtumbau-Mitteln sollen in Uerdingen nicht nur Fassaden saniert oder größere Projekte (wie Planungen und Konzepte für das Untere Rheinwerft, den Ortskern und das ehemalige Bücherei-Gebäude) angegangen werden. Auch Bürger können sich mit ihren Ideen für den Stadtteil einbringen. Das klingt zunächst etwas bürokratisch: Es soll „das private Engagement zur Stärkung und Belebung des Uerdinger Stadtteilzentrums aktiviert und unterstützt werden“, heißt es etwa. Die ersten nun beschlossenen Förderungen können als übersetzende Beispiele dienen. Ein Überblick.

Ein Kunstwerk am Rhein

Mit dem sogenannten Investitionsfonds (auch Verfügungsfonds Nr. 14) werden bauliche Veränderungen oder Umgestaltungen auf öffentlichen Plätzen oder Grünflächen gefördert. Mit Mitteln dieser Kategorie kann nun ein lange ersehnter Wunsch der Interessengemeinschaft Rheinstadt Uerdingen Wirklichkeit werden. Eine Skulptur des Bildhauers Wolfgang Hahn soll im Bereich zwischen Uerdinger Burg und Uferbereich aufgestellt werden. Dafür fließen 20 000 Euro Stadtumbau-Mittel. In der Höhe eine Ausnahme, weil die Mittel für das laufende Förder-Jahr noch nicht ausgeschöpft waren, erklärt Dennis Zilske, der im Quartiersbüro (Am Marktplatz 5) bei der Entwicklung von Ideen und den Förderanträgen hilft. Im Normalfall würde bei einer Höchstsumme von 5000 Euro die Hälfte (2500 Euro) gefördert. Die andere müsse beispielsweise über Sponsoring generiert werden.

Konzerte und Schaufenster

Mit dem sogenannten Aktionsfonds (auch Verfügungsfonds Nr. 17) können beispielsweise Feste, kulturelle Veranstaltungen oder Workshops gefördert werden. Im Unterschied zum Investitionsfonds ist dabei auch eine Vollfinanzierung möglich, wobei es keine festgelegte Höchstsumme gebe, erklärt Dennis Zilske. Eine weitere wichtige Info: Das Geld müsse man vorstrecken. Bei größeren Projekte gebe es aber auch die Möglichkeit von Zwischenleistungen. Die ersten Projekte, die gefördert werden, zeigen die Möglichkeiten auf. Im Rahmen der Kunst- und Kulturaktion „ADVENTure“ der Interessengemeinschaft Oberstraße wird die Finanzierung zweier Konzerte gefördert. Dabei gehe es um das Honorar der Künstler, so Zilske. Die zweite beschlossene Förderung dieser Kategorie bezieht sich auf die Initiative von Karl-Heinz Eiberg — „Aktion Uerdinger Schaufenster“ —, der sich seit Jahren für die Belebung leerstehender Ladenlokale in der Uerdinger Fußgängerzone einsetzt. Dabei gehe es um einen neuen Kniff für die Kampagne, sagt Zilske.

Jeder kann Ideen umsetzen

Bei den nun durch den Stadtumbaubeirat (Vertreter von zehn Vereinen und Initiativen des Stadtteils) beschlossenen Förderungen gehe es um im Stadtteil bekannte Akteure. Die Förderungen sind aber auch offen für Ideen von Menschen, die nicht in Vereinen oder Initiativen organisiert sind, betont Zilske. Er denke dabei zum Beispiel auch an junge Eltern, die noch nicht so lange in Uerdingen wohnen. Ein Beispiel: Ein Vater habe die Idee für einen neuartigen Abenteuerspielplatz, die müsse nun wachsen. Es müssten Mitstreiter und ein möglicher Standort gefunden werden. Zu Beginn brauche es nicht mehr als eine Idee. Das Team des Quartiersbüros begleite dann die Entwicklung und helfe bei der eigentlichen Antragsstellung.

Man dürfe „auf gar keinen Fall“ mit der Umsetzung beginnen, bevor die Förderung bewilligt wurde. Außerdem sei nichts förderbar, was nur einem bestimmten Personenkreis dient. Ansonsten könne sich jeder beim Quartiersbüro zum Thema beraten lassen. Förderungen gibt es für Projekte, die sich auf ein festgelegtes Stadtumbau-Gebiet in Uerdingen bezieht. Das Quartiersbüro am Marktplatz hat montags (10 bis 16 Uhr) und mittwochs (10 bis 18 Uhr) geöffnet. Die Antragsfristen für die ersten beiden Sitzungen des Stadtumbaubeirats im Jahr 2020 sind der 29. Januar und der 29. April. Anträge und weitere Infos gibt es auf der Internetseite der Stadt Krefeld.