Die UdU-Uhr ist nach Reparatur zurück am Ostwall

Wahrzeichen ist zurück : „Ich habe die Uhr sehr vermisst“

Der alte Zeitmesser „Udu“ am Ostwall ist nach der Reparatur wieder zurück. Im Laufe des Donnerstags wird er auch wieder an den Strom angeschlossen.

Daumen hoch für UdU: Krefelds bekannteste und beliebteste Uhr ist wieder an ihren alten Platz zurückgekehrt. Am Mittwochmorgen wurde der grüne „UdU“-Zeitanzeiger wieder gegenüber der zentralen Straßenbahn-Haltestelle am Ostwall/Ecke Rheinstraße installiert.

Kaum hat die WZ dies auf Facebook verraten, gibt es schon ganz viele „Gefällt mir“-Angaben. „Wisst Ihr noch: Immer an der Uhr treffen!! Das waren Zeiten“, lautet einer von diversen Kommentaren in dem sozialen Netzwerk.

Seit Ende September hatten die Krefelder auf einen Platz „UdU“ verzichten müssen: Ein Taxifahrer hatte die Standuhr umgefahren. Das zerbrochene Wahrzeichen wurde danach auf dem Betriebshof der Stadtwerke an der St. Töniser Straße gelagert und dann Experten der Fachfirma Dahlhaus in Ennepetal zur Reparatur übergeben.

Die Reparatur hat
10 000 Euro gekostet

Da es sich um eine Einzelanfertigung handelt, war die Reparatur aufwendiger als gedacht. Auch mussten noch spezielle Ersatzteile bestellt werden. Einschließlich Montage habe das ganze 10 000 Euro gekostet, bestätigt Dirk Höstermann, Sprecher der Stadtwerke.

Bei einer Spontanumfrage der WZ gleich „UdU“ freuen sich vor allem viele ältere Krefelder über die Rückkehr des Wahrzeichens. „Wenn man ein Mädchen kennenlernte, dann verabredete man sich mit ihr unter der Uhr“, erinnert sich Bernd Schippers, der 1946 zur Welt kam. „Wir treffen uns UdU“ sei eine stehende Redensart gewesen.

Auch Irmgard Hoff hat schöne Erinnerungen an UdU. „Ich habe die Uhr schon sehr vermisst“, bekennt sie. Die Hobby-Fotografin glaubt sogar, noch ein Foto der ursprünglichen Uhr im Privatarchiv zu haben.

Auch das Zifferblatt
wird wieder beleuchtet

„Das ist doch ein Wahrzeichen von Krefeld. Ich habe mich schon gefragt, ob die Uhr wohl noch einmal zurückkommt“, sagt die 93-jährige Anni Kaufels.

Einem älteren Herren, der seinen Namen nicht in der Zeitung lesen möchte, kommen dagegen ganz andere Gedanken: „Richtig schön, die alte Uhr. So eine hätte ich gerne in meinem Garten.“ Und auch Regine und Rudolf Steinscherer bewundern das „Schmuckstück“: „Uns ist sofort aufgefallen, dass die Uhr wieder zurück ist.“

Gleich mehrere befragte Krefelder bemängeln allerdings, dass die Uhr noch nicht geht. Das wird sich in Kürze aber ändern, weiß Dirk Höstermann von den Stadtwerken: Die Elektronik müsse noch angeschlossen werden. „Das wird im Laufe des Donnerstags erfolgen.“ Danach werde sich die Funkuhr automatisch einstellen. Auch die Beleuchtung des Zifferblatts wird am Donnerstag wieder angeschlossen.

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