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Politik: Die Partei bringt Schilda nach Krefeld - und zur SPD

Politik : Die Partei bringt Schilda nach Krefeld - und zur SPD

Zwischen Satire und Politik. Als nächstes wollen sie die Krefelder Wälle fluten. Der Antrag ist bereits in Arbeit.

Krefeld. Der Antrag von Die Partei im Krefelder Stadtrat, zu frühes Wahlplakatieren mit Bußgeldern zu belegen, hat für Furore gesorgt. Und für eine Spaltung der Fraktionen, denn auch innerhalb der politischen Gruppierungen, die diese Frist gern ignorieren, um sich die schönsten Laternen zu sichern, stimmten einige Ratsmitglieder für die Ahndung mit Bußgeldern. Abgelehnt wurde der Antrag trotzdem. Was Die Partei nun erneut auf den Plan rief. Sie wollte ein vergessenes Schild, das immer noch nicht abgenommen wurde, persönlich in der SPD-Zentrale am Südring abliefern.

„Wir wissen ja um die Probleme mit der Beauftragung externer Dienstleister im Zusammenhang mit der Wahlkampfplakatierung“, erklärt Carsten Bullert, der für Die Partei auch bald in den Bundestagswahlkampf ziehen wird. „Allerdings bezieht sich das laut Angaben der SPD lediglich auf das zu frühzeitige Aufhängen vor der Frist.“ Bullert machte sich auf, ein noch am Sonntag am Blumenplatz gefundenes SPD-Plakat den Eigentümern zurückzugeben. „Leider war in der Geschäftsstelle Südwall um 19 Uhr keiner mehr da. Gerne bieten wir der SPD-Geschäftsführung an, bei der Beauftragung externer Dienstleister behilflich zu sein.“

Dass die Vertreter von Die Partei nicht immer alles so bierernst nehmen, dürfte bekannt sein. In Hannover zum Beispiel geht die Partei glatt als Satire-Verein durch, hier in Krefeld zählt Die Partei zurzeit etwa 130 Mitglieder und nimmt sich und ihre Anliegen durchaus ernst. Zumindest die meisten. „Die Kollegen in Hannover“, meint Carsten Bullert, „sind sowas wie der linke Flügel“. Der nächste Antrag, erzählt Carsten Bullert, sei bereits in Arbeit. Die Partei in Krefeld beantragt, die Krefelder Wälle zu fluten.