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Die Krefelder Handwerksbetriebe stecken in einer paradoxen Situation

Verschieben von Projekten ist keine Option : Paradoxe Situation

Volle Auftragsbücher und Materialmangel werden wohl zu Kostensteigerungen bei Bauprojekten führen. Das ist nicht gut für den städtischen Haushalt. Gleichzeitig ist der Sanierungsstau aber so hoch, dass eine weitere Verschiebung von Projekten keine Option sein dürfte.

Kurzarbeit trotz voller Auftragsbücher? Kostenpflichtiger Inhalt Für manche Krefelder Handwerksbetriebe könnte dieses paradoxe Szenario angesichts des eklatanten Materialmangels Realität werden. Bislang ist das Handwerk gut durch die Pandemie gekommen und es galt als eine feste, stabilisierende Größe. Doch der nie dagewesene Materialmangel und damit verbundene Kostensteigerungen treiben immer mehr Unternehmern die Sorgenfalten ins Gesicht. Höhere Kosten können in vielen Fällen nicht einfach an den Kunden weitergegeben werden. Das klappt nur im Einvernehmen. Da geht es für manche Betriebe schnell um die Existenz. 

Gleichzeitig werden sich nun viele Bauprojekte, private wie öffentliche, verteuern und verzögern. Das dürfte die ohnehin steigenden Immobilienpreise und auch die Mieten noch weiter in die Höhe treiben. Und das in einer Zeit, wo bezahlbarer Wohnraum dringend benötigt wird. Diesen nun zu schaffen wird mehr als bisher eine Herausforderung werden.

Auch bei der Stadt dürften die Alarmglocken schrillen: Viele große Projekte hat sich Krefeld vorgenommen: Das Haus der Bildung, die Grotenburg, sowie Sanierungen an Schulen, Sportplätzen und Kitas. Schon jetzt dürfte klar sein, dass alle künftigen Projekte deutlich teurer als gedacht werden. Eine neue, zusätzliche Belastung für den ohnehin durch die Corona-Pandemie gebeutelten städtischen Haushalt. Gleichzeitig ist der Sanierungsstau aber so hoch, dass eine weitere Verschiebung von Projekten keine Option sein dürfte.