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Die Jagdhornbläser wollen ihren Titel verteidigen

Die Jagdhornbläser wollen ihren Titel verteidigen

Das Corps der Kreisjägerschaft Krefeld tritt am kommenden Wochenende bei der Landesmeisterschaft auf Burg Linn an.

Linn. Michael Müller blickt mit Spannung auf das kommende Wochenende. Am Samstag und Sonntag findet auf Burg Linn der 31. Landeswettbewerb im Jagdhornblasen statt. Die von ihm geleitete 30 Musiker starke Truppe des Jagdhornbläsercorps der Kreisjägerschaft Krefeld errang beim vorherigen Wettbewerb 2016 in Siegen den Landesmeistertitel in den Wertungsklassen C und G. „Wir wollen natürlich unseren Titel verteidigen“, sagt Müller. Der hatte am vergangenen Dienstag seine Truppe bei der Probe auf der Rennbahn noch einmal hart rangenommen.

Im Jahre 1952 wurde das Corps aus der Jägerschaft heraus gegründet. Seit 25 Jahren hören die Musikanten auf Michael Müller, der „nebenbei“ auch Wertungsrichter und Kursleiter im Landesverband ist.

Etwa 50 Jagdsignale und mehr als 25 konzertante Stücke beherrschen die Krefelder. Das sind die Allgemeinen und die Jagdleitsignale wie „Hahn in Ruh“ (Ende der Jagd) und „Hirsch tot“ (Ehrung für erlegtes Wild).

Mehrere Märsche wie der Jäger- oder der Hubertusmarsch werden immer wieder verlangt. Das Corps bringt sie bei Jägertreffen, Geburtstagen und Jubiläen gern zu Gehör. Alljährlich kann man die Musiker bei der traditionellen Hubertusmesse erleben. Am 4. November um 18 Uhr findet die diesjährige Messe, zu der wieder viele Fans erwartet werden, in der St. Anna-Kirche statt.

Landesobmann Michael Müller ist der Mitausrichter des Wettbewerbs. „Dieser Wettbewerb ist für mich etwas sehr besonderes, findet er doch in meiner Heimatstadt Krefeld statt“, so Müller. Es ist sein erster Wettbewerb, für den er als Landesobmann mitverantwortlich ist.

Zeitig hat er sich mit seinem Corps für die Ausrichtung beworben und das Gelände der Burg Linn für die wohl 1500 Teilnehmer aus NRW reserviert. „Es kommen etwa 100 ambitionierte Bläsergruppen aus unserem Bundesland, dazu erwarten wir auch Teilnehmer aus Rheinland-Pfalz und den Niederlanden“.

Am Samstag startet das Fest um 8 Uhr mit einem gemeinsamen Begrüßungsblasen aller Gruppen. Im Anschluss findet der Wettbewerb in den Klassen C, B und E von 8.30 bis 16.30 Uhr statt. Am Sonntag geht es um 9 Uhr mit den Wertungsklassen A und G weiter.

Elf Wertungsrichter versuchen, die zahlreichen Pflichtsignale und Pflichtwahlstücke gerecht zu beurteilen. In einer zum Wettbewerb erschienenen Festschrift nimmt die Nennung der Wettbewerbsbedingungen zehn Seiten ein.

Die Burg ist an diesem wochenende zu den normalen Zeiten geöffnet. Jennifer Morscheiser, die Leiterin des Museums Burg Linn, schreibt in der Festschrift auf das Museum, das Jagdschloss des Kurfürsten und die Linner Jagdtradition: „Ich wünsche, dass die Jagdsignale kraftvoll um die Burg schallen mögen!“

Da sich die Wettbewerbs-Aktivitäten ausschließlich in der Vorburg abspielen, ist die Burg insgesamt für Besucher voll zugänglich.