Die ersten 160 neuen Wohneinheiten im Fischelner Süden

B-Plan für Fischeln Süd-West aufgestellt: Die ersten 160 neuen Wohneinheiten im Fischelner Süden

Die Mehrheit im Ausschuss stimmt der Aufstellung des Bebauungsplanes für den ersten Abschnitt des Neubaugebietes zu.

Für den ersten Teil des geplanten Neubaugebiets Fischeln Süd-West wird ein Bebauungsplan aufgestellt und die Öffentlichkeit dazu angehört. Das hat der Ausschuss für Stadtplanung jetzt mehrheitlich beschlossen. Damit die Bautätigkeiten auf dem 8,4 Hektar großen Gelände und der zu erwartende Baustellenverkehr möglichst wenig das Fischelner Zentrum belasten, hat die SPD eine entsprechende Verkehrsführung und ein Konzept für das Baugebiet wie auch für das in der Nähe liegende geplante interkommunale Gewerbegebiet beantragt. Auch dem haben die Fraktionen im Ausschuss mehrheitlich zugestimmt.

Das Berliner Büro KK Architekten hat 2015 im Auftrag der Wohnstätte den städtebaulichen Leitplan entwickelt, der richtungsweisend für die Entwicklung des rund 24 Hektar großen Areals in Fischeln sein soll. Das Plangebiet 652 umfasst den Bereich zwischen Hanninxweg, Willicher Straße und Westumgehung Fischeln. Es wird zunächst aufgeteilt in den B-Plan 652/I und 652/Restgebiet. Es ist vorgesehen, dieses Restgebiet später in zwei weitere Gebiete zu unterteilen und dafür die B-Pläne 652/II und 652/III zu entwickeln. In dem nun beschlossenen ersten Schritt will die Verwaltung Planrecht für eine neue Wohnbebauung mit zirka 160 Wohneinheiten und einer Kindertagesstätte schaffen.

Die Häuser sollen im Stil des Bauhauses realisiert werden

Vor dem Hintergrund, dass sich die Gründung des Bauhauses im Jahr 2019 zum 100. Male jährt und Krefeld über Gebäude von Mies van der Rohe verfügt, ist vorgesehen, im ersten Bauabschnitt einen entsprechenden städtebaulich-architektonischen Akzent zu setzen. In diesem Quartier sollen, als moderne Interpretation der Bauhaus-Formensprache, verschiedene Entwürfe von unterschiedlichen Architekten im Bauhausstil realisiert werden. Das Quartier soll so im Jubiläumsjahr 2019 Teil einer „Mini-Bauhaus-Ausstellung“ werden.

Vorgesehen ist der Bau eines Wohnquartiers, das im Osten von der Willicher Straße und im Westen von einem neu geschaffenen, in Nord-Süd-Richtung verlaufenden „grünen Korridor“ eingerahmt werden soll. Dieser mündet in einen „grünen Platz“. Vorgesehen sind verschiedene Wohnformen in Form von Einfamilienhäusern, Doppel- und Reihenhäusern sowie Mehrfamilienhäuser. Die Gebäude sind begrenzt auf zwei bis drei Vollgeschosse. Die Grundstücksgrößen liegen für freistehende Häuser bei etwa 360 Quadratmeter, für Doppelhäuser bei etwa 250 und für Reihenhäuser bei etwa 120 Quadratmeter.

In Fischeln Süd-West sind insgesamt rund 500 Wohneinheiten geplant. Laut SPD ist es deshalb unbedingt notwendig, ein tragfähiges Gesamtkonzept für alle Bauabschnitte zu entwickeln, wie der Verkehr, aber auch die Anbindung an die bereits bestehenden Ortsteile und die Südwestumgehung gehandhabt werden können.

Auch wird noch eine Umweltprüfung durchgeführt. Darin soll unter anderem auf Forderung der IHK Niederrhein auf die Lärmeinträge aus dem geplanten interkommunalen Gewerbegebiet entlang der A44 eingegangen werden und mögliche Lärmminderungsmaßnahmen vorsorglich im B-Plan festgesetzt werden. Die IHK fürchtet, dass die Nähe der neuen Wohnbebauung zu den bereits bestehenden, aber auch zu planerisch vorgesehenen Gewerbe- und Industriegebieten in dem neuen Baugebiet zunehmend zu Lärmbelästigung führen wird. Die Verwaltung hingegen ist überzeugt, dass die vorgeschriebenen Werte von tagsüber 55 Dezibel und nachts von 40 Dezibel nicht überschritten werden.

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