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Die Baustellen des Stadtsportbundes vor dem großen Jubiläumsjahr

Sport : Stadtsportbund hat noch viele Baustellen vor dem Jubiläumsjahr

Dachverband der Krefelder Sportvereine feiert 2020 sein 100-jähriges Bestehen. Bis dahin gibt es viele Aufgaben.

Der Krefelder Stadtsportbund hat einiges vor in den kommenden Wochen und Monaten. Im kommenden Jahr wird das 100-jährige Bestehen groß gefeiert. Neben der Sport-Gala soll es auch ein großes Sportfest sowie eine gemeinsame Ausstellung mit dem Museum Burg Linn zur Historie der Sportstadt Krefeld geben. „Wir sind eine unfassbar große Sportstadt“, sagt Jens Sattler. Der Geschäftsführer des Stadtsportbundes (SSB) hat vor dem Jubiläumsjahr mit dem Zusatz „Tradition, Vielfalt und Visionen“  alle Hände voll zu tun. Die Vorbereitungen für die Feierlichkeiten werfen ihre Schatten voraus. Immerhin ist der SSB die Gemeinschaft aller Sportvereine in Krefeld, in denen derzeit rund 64 000 Menschen in rund 200 Vereinen Sport treiben.

Doch auch ein paar unliebsame Aufgaben liegen in diesen Tagen vor der Führungsriege des Stadtsportbundes um den Vorsitzenden Dieter Hofman.

Vorstand will sich im zweiten Anlauf entlasten lassen

So will sich der Vorstand am Donnerstagabend in den Räumlichkeiten der Gesamtschule Kaiserplatz von seinen Mitgliedern im zweiten Anlauf entlasten lassen. Bei einer ersten Jahresversammlung, einem sogenannten Verbandstag, wurde Hofman und Co. diese Entlastung noch verweigert. Der Grund: Abrechnungsprobleme. „Ich höre oft, dass es Probleme mit der Kasse gegeben haben soll, aber das stimmt so nicht. Das Problem liegt in einer neuen Satzung, die vorschreibt, dass die Prüfung zwei Wochen vor der Versammlung vollzogen sein muss“, erklärt Jens Sattler. Dies sei bei der ersten Versammlung nicht der Fall gewesen, dementsprechend sei jetzt nachgebessert worden.

Laut Protokoll des Verbandstages vom 26. Juli gab es aber auch Probleme, weil eine entsprechende Software zur Abrechnung nicht zur Verfügung gestanden hätte. Der SSV räumt ein, dass in diesem Bereich Verbesserungen für die Zukunft notwendig seien. Das Thema soll am Donnerstag der Vergangenheit angehören. Thema erledigt? Nicht ganz. Denn bereits im Vorjahr gab es Probleme mit der Abrechnung beim Stadtsportbund. Auch das Problem soll laut dem Geschäftsführer  behoben worden sein.

Antrag zur Erhöhung der Mitgliedsbeiträge zurückgezogen

Eine „lebhafte Diskussion“ gab es laut Protokoll im Juli auch zum Tagesordnungspunkt 10.1 – Erhöhung der Mitgliedsbeiträge. Dieter Hofman zog den Antrag damals zunächst zurück. Das Thema soll am Donnerstag erneut auf die Tagesordnung kommen, aber in anderer Form. Demnach soll zunächst eine Kommission gefunden werden, die sich mit der Ausarbeitung einer neuen Finanzordnung für den Stadtsportbund auseinandersetzen soll.

Personell musste der Sportbund Ende Oktober den Ausstieg von Jutta Zimmermann hinnehmen. Zimmermann war 15 Jahre lange aktiv in der Sportjugend, einer Unterorganisation des SSB, aktiv gewesen und hatte bis zuletzt auch den Vorsitz des Gremiums inne. In einer Pressemitteilung teilte der Stadtsportbund lediglich mit, dass Zimmermann ihr Amt aus persönlichen Gründen niedergelegt habe, sie aber gemeinsam mit Jochen Hofer Ehrenvorsitzende der Sportjugend bleibe. Ganz so geräuschlos soll die Trennung nach Informationen unserer Redaktion aber nicht abgelaufen sein. Viel mehr soll es zwischen Zimmermann und der Führung des SSB immer wieder zu Meinungsverschiedenheiten gekommen sein. „Ich habe dieses Amt mit Leidenschaft 15 Jahre lange ausgeübt, aber in den vergangenen Monaten ist es mir immer schwerer gefallen, die Aufgabe mit Spaß und Enthusiasmus anzugehen“, sagt Jutta Zimmermann.

Zimmermanns Nachfolger wird Dennis Gerritzen, der am Donnerstag von den Mitgliedern des Sportbundes bestätigt werden soll.