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Deutlich weniger Arbeitslose als 2016

Deutlich weniger Arbeitslose als 2016

Quote sinkt im Vergleich zum November des Vorjahres um vier Prozent.

Erfreulich stabil und aufnahmefähig zeigt sich der Arbeitsmarkt im Bezirk der Agentur für Arbeit Krefeld im November. Die Kräftenachfrage liegt mit 1254 neu zur Besetzung gemeldeten Arbeitsstellen über dem Vorjahresniveau. Das lässt hoffen, dass das Jahr 2017 im Dezember mit einer guten Bilanz auf dem Arbeitsmarkt abgeschlossen werden kann. Aktuell sind 21 806 Menschen in Krefeld und dem Kreis Viersen ohne Arbeit. Damit verringerte sich ihre Zahl gegenüber dem Vormonat um 15 (minus 0,1 Prozent) und liegt deutlich unter dem Vorjahresniveau (minus 911 oder 4,0 Prozent). Die Arbeitslosenquote ist gegenüber dem Vorjahr um 0,4 Prozentpunkte gefallen und liegt wie im Oktober bei 7,8 Prozent.

In Betreuung der Agentur für Arbeit sind 6848 Menschen ohne Arbeit. Das sind 75 weniger als im Vormonat und 129 weniger als im Vorjahr. Die Jobcenter in Krefeld und im Kreis Viersen betreuen in der Grundsicherung 14 958 Arbeitslose, 60 mehr als im Oktober dieses Jahres und 782 weniger als im Vorjahr. Die positive Entwicklung des Arbeitsmarktes zeigt sich auch im Stadtgebiet Krefeld. Die Arbeitslosenquote sank um 0,2 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr und wies wie im Vormonat 10,1 Prozent aus. Im Kreis Viersen lag die Arbeitslosenquote wie im Vormonat bei 6,1 Prozent. Gegenüber dem Vorjahr sank sie um 0,5 Prozentpunkte. Im Geschäftsstellenbezirk Kempen (Kempen, Grefrath, Tönisvorst) beträgt die Arbeitslosenquote 4,9 Prozent (Oktober: 4,9 Prozent), im Geschäftsstellenbezirk Nettetal (Nettetal, Brüggen) 6,4 Prozent (Oktober 6,5 Prozent) und im Geschäftsstellenbezirk Viersen (Stadt Viersen, Niederkrüchten, Schwalmtal, Willich) wie im Vormonat 6,6 Prozent.

Die Kräftenachfrage liegt mit 1254 neu zur Besetzung gemeldeten Arbeitsstellen über dem Niveau des Vorjahres. Gute Chancen für qualifizierte Arbeitskräfte gibt es im Baugewerbe, in der Logistik und in den Verkaufsberufen. Auch das Gesundheitswesen bietet gute Perspektiven. „In diesem Monat konnten im Vergleich zum Vorjahr wieder fast alle Personengruppen von der positiven Entwicklung profitieren“, schaut Dirk Strangfeld, Leiter der Agentur für Arbeit, detailliert auf die Entwicklungen. Lediglich bei den Menschen mit Behinderung stagniert die Entwicklung. Dieser Personenkreis sollte daher verstärkt in den Fokus genommen werden. „Gerade unter der Gruppe der arbeitslos gemeldeten Menschen mit Behinderung ist das Qualifikationsniveau hoch. Hier müssen wir noch Vorbehalte der Arbeitgeber abbauen. Daran werden wir in der nächsten Zeit intensiv arbeiten.

Von insgesamt 171 940 Beschäftigten im Agenturbezirk Krefeld sind 6125 Schwerbehinderte (cirka 3,6 Prozent). Aktuell gibt es in Krefeld und im Kreis Viersen 1696 arbeitslose schwerbehinderte Menschen (Krefeld: 819, Kreis Viersen: 877), 17 mehr als vor einem Jahr. Damit macht dieser Personenkreis einen Anteil von 7,8 Prozent an allen arbeitslosen Menschen aus. Menschen mit Behinderung verfügen in der Regel über höhere berufliche Kompetenzen und Qualifikationen als Menschen ohne Behinderung. Dennoch ist der Einstieg für Menschen mit Handicap in den regulären Arbeitsmarkt oft schwieriger. „Inklusion ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe“, so Strangfeld. „Vor allem auch die Integration in den Arbeitsmarkt ist da ein besonders wichtiger Baustein. Auf der Basis ihrer guten Qualifikationen sind Menschen mit Behinderung in der Regel hochmotiviert. Insbesondere angesichts des Fachkräftebedarfs und der Demografie benötigen wir ihre Kompetenzen.“

Die Agentur für Arbeit unterstützt die Inklusion mit einer Vielzahl von Dienstleistungen und Programmen. Von der Berufsorientierung für Jugendliche über die Beratung von Unternehmen bis hin zu passgenauen finanziellen Hilfen für Arbeitnehmer und Arbeitgeber leistet sie einen großen Beitrag zur Integration von Menschen mit Behinderung in den Arbeitsmarkt.

Unternehmen erhalten weitere Informationen bei ihren persönlichen Ansprechpartnern im Arbeitgeber-Service oder unter der gebührenfreien Service-Rufnummer des Arbeitgeber-Service, 0800/4555520.