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Der kleine Weihnachtsmarkt im Krefelder Schirmhaus

Advent : Der kleine Weihnachtsmarkt im Krefelder Schirmhaus

Auch wenn alles anders ist, Geschenkideen aus der Stadt gibt es dennoch.

Der vierte Weihnachtsmarkt „Made in Krefeld“ findet statt, wenn auch anders, als geplant. Das Angebot breitet sich diesmal, in Corona-Zeiten, nicht großzügig an der frischen Luft um die Dionysiuskirche aus. Es befindet sich in zwei kleinen Räumen im denkmalgeschützten Schirmhaus an der Hochstraße. In einer heimeligen, weihnachtlichen Umgebung werden Anregungen fürs Weihnachtsfest gegeben. „Made in Krefeld“ kommt anders, aber schön daher. Stöbern ist erlaubt – vor Ort und virtuell. „Wir wollten den Kreativen in Krefeld eine Plattform bieten und den Kunden die Möglichkeit geben, die Sachen aus der Nähe sehen und anfassen zu können“, erklärt Claire Neidhardt, Leiterin des Stadtmarketings. „Deshalb haben wir das Schirmhaus in der City angemietet.“

Im hinteren Raum sind Arbeiten der einzelnen Künstler und Handwerker ausgestellt, alles, was neu, originell und dabei nützlich und brauchbar oder lecker ist. „Diese Sachen sind über das Internet oder bei den Anbietern selbst zu bekommen“, erklärt Neidhardt. 

„Erstmals dabei ist die Imkerei Obstwiese“, berichtet die Leiterin. „Die Hobby-Imkerei hat guten, regionalen Honig ihrer Bienenvölker im Regal.“ Die Insekten tummeln sich auf biozertifizierten Streuobstwiesen in Fischeln und Viersen-Süchteln, im Landschaftsschutzgebiet in Meerbusch-Lank Latum und im Botanischen Garten in Krefeld. Die Kunden erhalten garantiert lokalen Honig.

Studierende der Hochschule Niederrhein sind mit Arbeiten aus dem Fachbereich Design vertreten: Keramik für die alltäglichen Rituale. Funktionale und non-funktionale Haushaltsobjekte aus Stein. Kleine Vasen oder große, Trinkbecher oder Gefäße  – jedes Stück ist handgemacht und einzigartig.

Besucherin Rosemarie van Leusen sieht sich im Schirmhaus um, nachdem sie ausgiebig die Schaufensterauslagen betrachtet hat. „Ich möchte mich inspirieren lassen“, berichtet sie. „In diesen Zeiten komme ich nicht so häufig in die Stadt. Die Sachen hier sind sehr schön.“ Sie betrachtet den Likör in der Sternschnuppenflasche, interessiert sich für Schmuck und blättert im Buch mit „Lost Places“. Dann entscheidet sie sich für eine Tasche mit Krefeld-Aufdruck. Sandra Joppen-Hellwig aus dem Stadtmarketing ist für Infos und Verkauf zuständig. Sie wechselt sich täglich mit den Kollegen im Schirmhaus ab.

Auch in diesem Jahr gibt
es eine Weihnachtsmarkttasse

Die Sachen von „Made in Krefeld“ befinden sich im Schaufenster und im ersten Raum, der mit roten Weihnachtssternen und golden-glänzenden Christbaumkugeln geschmückt ist. Allen voran ist die Weihnachtsmarkttasse 2020 mit glockenförmigem Griff dekoriert. Neidhardt freut sich: „Die kostet 9.90 Euro und kommt wie immer gut an. Es gibt aber noch welche.“

Hübsch ist das farbenprächtige Seidentuch, das mit Motiven einer Street-Art-Künstlerin von der Rhine-Side-Gallery bedruckt ist. Krefeld-Schirme gibt es im Schirmhaus natürlich auch. Ein Renner sei die Plätzchen-Ausstechform, die Meister Ponzelar im Umriss zeigt. Krawatten fehlen natürlich nicht und auch der Krefeld-Sampler ist ausgestellt. Für Kinder liegt ein Malbuch „Unterwegs in Krefeld“ mit Zeichnungen von Mauga Houba-Hausherr parat.

Ein Hingucker im Schaufenster ist außerdem das große Hexenhaus aus Lebkuchen, das Claire Neidhardt selbst gebacken hat. „Das Rezept wird seit Generationen in meiner Familie genutzt. Es ist vielleicht eine gute Inspiration für die Freizeit zu Hause in diesen Zeiten. Auf einem Zettel gibt es für alle, die es nachbacken möchten, Anleitungen für große und kleine Versionen.“

Das Schirmhaus befindet sich an der Hochstraße 102. Die Öffnungszeiten sind bis zum 23. Dezember montags bis samstags von 10 bis 19 Uhr. Drei Personen dürfen jeweils eintreten. Wer online stöbern und gucken möchte, klicke auf www.krefeld.de/weihnachten.