Kommentar Demo gegen rechts in Krefeld: Laut sein, wo immer es geht

Meinung | Krefeld · Die vielen Bilder von Tausenden Demonstrierenden überall in Deutschland sind ein hoffnungsvolles Signal für eine starke Demokratie. Jetzt geht es darum, laut zu sein – auch in Krefeld. Ein Kommentar.

Demo gegen rechts in Krefeld 3.2.24: Laut sein, wo immer es geht​
Foto: dpa/Sebastian Kahnert

Die vielen Bilder von tausenden Demonstrierenden überall in Deutschland sind ein hoffnungsvolles Signal für eine starke Demokratie. Zugegeben, diesen Satz gab es in den vergangenen Tagen häufiger zu lesen und zu hören, doch er stimmt. Aus allen Bevölkerungsschichten gehen die Menschen auf die Straße, um für die Grundrechte, die mit der Demokratie einhergehen, einzustehen, für deren Erhalt zu kämpfen. Selbstverständlich ist das nicht, das zeigt die Geschichte unseres Landes. Gerade in meiner Generation wurde angesichts des großen Themas „Nazi-Vergangenheit Deutschlands“ viel darüber gesprochen, warum der Widerstand damals so gering war und was man besser beziehungsweise anders hätte machen können.

Jetzt ist es an der Zeit, zu zeigen, was wir anstelle unserer Vorfahren gemacht hätten. Es geht darum, laut zu sein, wo immer es geht; die Menschen zu schützen, die sich selbst nicht beschützen können. Angesichts der Erfahrungen aus der Vergangenheit dürfte schon jetzt klar sein, dass sich am 3. Februar eine Menge Krefelder an der Demonstration beteiligen. Das Bündnis, das dazu aufruft, wächst von Tag zu Tag, sodass die prognostizierte Teilnehmer-Zahl von 10 000 Personen durchaus realistisch erscheint. Und wie schön wäre es, wenn an diesem Tag die Bilder aus Krefeld überall in den Nachrichten gezeigt würden. Bilder, die zeigen, dass die Krefelder für eine tolerante und weltoffene Gesellschaft stehen. Und alle, die glauben, die Bilder sind manipuliert, dürfen sich gerne vor Ort vergewissern, wie viele und laut die Krefelder wirklich sind.

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