Demenz: Ein Leben mit der Krankheit

Demenz: Ein Leben mit der Krankheit

Eine Filmvorführung und Gespräche in der Lukaskirche in Gartenstadt bieten umfassende Informationen über ein ambulantes Betreuungs- und Hilfsangebot.

Krefeld. Die Strümpfe im Kühlschrank, die Eingangstür offen gelassen und die Orientierung auf dem Heimweg kurzzeitig vergessen. Dies können Anzeichen für eine Demenz sein. Mit immer höherer Lebenserwartung steigt bei Menschen im Alter das Risiko, an einer Demenz zu erkranken. Die Gedächtnisleistung und das Denkvermögen nehmen drastisch ab. Etwa 1,2 Millionen Menschen in Deutschland sind daran erkrankt. Rund 85 Prozent davon werde daheim von ihren Angehörigen betreut.

Sie sind zur Unterstützung und Entlastung auf ein umfassendes ambulantes Betreuungs- und Hilfsangebot angewiesen. Neuerdings ziehen deshalb auch die Landesinitiative Demenz-Service, die Alexianer Krefeld GmbH und die Treuhandstelle Wohnen GmbH gemeinsam an einem Strang. Das Servicezentrum Niederrhein präsentiert am Donnerstag, 28.10., um 18 Uhr in der Lukaskirche in Gartenstadt, Breslauer Straße, den Spielfilm "Eines Tages..." von 2009.

Darin wirken Schauspieler wie "Bastian" Horst Janson oder "Comedian Harmonist" Heinrich Schafmeister mit. Sie zeigen in drei miteinander verwobenen Episoden, wie Betroffene in verschiedenen Stadien dementieller Erkrankung und ihre Angehörigen mit dieser Situation individuell leben beziehungsweise zu leben lernen. Im Anschluss an den Film besteht die Möglichkeit, mit den Experten ins Gespräch zu kommen.

Daneben stellt Claudia Krupinski, Sozialberaterin der THS Wohnen GmbH, ein neues Projekt in Krefeld-Gartenstadt vor. Hier wird aktuell ein ehrenamtlicher Besucherservice der THS Wohnen in Kooperation mit der Landesinitiative Demenz-Service und der Alexianer GmbH aufgebaut, auf den ältere oder dementiell erkrankte Bewohner des Stadtteils und ihre Angehörigen zugreifen können.

Der Verlust von Mobilität oder Alltagskompetenz schränkt das Leben alter Menschen und häufig auch ihrer Angehörigen ein. In dieser oftmals anstrengenden Situation will der Besucherdienst kostenlose Hilfe und zeitweilige Entlastung anbieten.

Im Vorfeld werden die ehrenamtlichen Helfer von Dirk Bahnen, Leiter der Beratungsstelle für Alterserkrankungen im Gerontopsychiatrischen Zentrum der Alexianer Krefeld GmbH, in einer professionellen dreißigstündigen Schulung auf ihre Aufgabe vorbereitet. Im weiteren Verlauf sind fachliche Begleitung und Beratung sowie der regelmäßige Austausch untereinander fest eingeplant. Red

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