Dauerparker vor der Tür nervt Anwohner

Dauerparker vor der Tür nervt Anwohner

Ein Wohnmobil steht seit Monaten in einer Parkbucht auf der Blumentalstraße. Die Behörden können nichts machen.

Krefeld. Der Blick aus dem Fenster ist sehr eingeschränkt. „Wir gucken seit Monaten nur noch auf dieses Wohnmobil“, ärgert sich eine Anwohnerin der Blumentalstraße. Seit Februar, so sagt sie, steht der Wagen in einer Parkbucht quasi vor ihrer Haustür. „Da wächst schon Unkraut unterm Wagen“, schimpft sie. Es sei ein hässlicher, störender Anblick, sie werde schon von Nachbarn angesprochen. „Aber wir können doch nichts machen, wir wissen nicht, wem das Wohnmobil gehört“, ärgert sie sich.

Sie habe bereits mit der Polizei und dem Ordnungsamt der Stadt gesprochen. Doch beide Behörden hätten nicht weiterhelfen können.

Der Knackpunkt: Das Wohnmobil ist angemeldet. „Deshalb sind wir gar nicht zuständig“, sagt Wolfgang Weidner von der Krefelder Polizei. Er verweist auf die Straßenverkehrsbehörden.

Auch dort zieht man sich auf die rechtlichen Grundlagen zurück. „Das Parken von Fahrzeugen auf öffentlichen Verkehrsflächen ist in Paragraf 12 Straßenverkehrsordnung (StVO) geregelt“, sagt Manuel Kölker von der Stadt Krefeld. Regelungen, die das Parken von Wohnmobilen untersagen oder in irgendeiner Form einschränken, werden dort nicht getroffen, so Kölker weiter.

Sofern das Fahrzeug ordnungsgemäß angemeldet und mit der gültigen TÜV-Plakette versehen ist, darf es am Straßenverkehr teilnehmen, heißt es von der Stadt. Geht durch das Parken des Fahrzeuges keine offensichtliche Gefahr für den Straßenverkehr aus, bestehe kein Handlungsansatz für die Ordnungsbehörden. Anders sähe es aus, wenn der Wagen beispielsweise Öl in größerer Menge verlieren würde.

Doch davon ist bislang nichts zu sehen. Also wird die Anwohnerin wohl weiter den Anblick des parkenden Wohnmobils vor der Haustür ertragen müssen. Ihre einzige Hoffnung: Der Wagen ist nur noch bis Mai zugelassen. „Vielleicht kommt er ja dann weg“, so die Anwohnerin.