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Das KWM hat jahrelang unter dem ungepflegten Umfeld gelitten

Stadtumbau West : Der Karlsplatz als Ansporn

Gerade noch rechtzeitig vor dem Verfall der Zusage für Fördergelder fängt die Stadt mit der Umgestaltung des Karlsplatzes an. Endlich. Dem für zig Millionen aufwendig sanierten Kaiser-Wilhelm-Museum hat es nicht gut getan, in einem gefühlten Hinterhof platziert zu sein.

Wer den Anspruch hat, in der oberen Kunstmuseen-Liga mitspielen zu wollen, dem muss das derzeitige Umfeld mit Absperrungen, Waschbeton-Platten, am Gebäudesockel hoch kriechenden Grünspan, einer nicht angenommenen und nicht funktionierenden Gastronomie und einer ungepflegten Umgebung ein Gräuel sein.

Ein Museum braucht Leben um sich herum. Deshalb ist der Ansatz richtig, einen einladenden Platz rund um das Museum zu schaffen, der auch die Möglichkeit zum Verweilen und für Veranstaltungen bietet. Mit der Fahrbahn für beide Richtungen auf der östlichen Westwall-Seite ist ein guter Kompromiss gefunden worden, für alle die, die gegen die Sperrung des Teilstücks waren. Für die Krefelder ist es wichtig, zu sehen, dass nicht nur ergebnislos geredet, sondern auch tatsächlich gehandelt wird. Als nächstes steht deshalb die ebenso lang geplante Umgestaltung des Dionysiusplatzes an. Der neue Karlsplatz sollte als Ansporn dazu dienen.

yvonne.brandt@wz.de