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Corona NRW: Krefeld fordert Testkonzept für Schulen

Corona-Pandemie : Stadt Krefeld fordert Testkonzept für die Schulen

Testungen an Schulen werden ein immer wichtigeres Thema - auch in Krefeld. Der Corona-Überblick.

Oberbürgermeister Frank Meyer spricht von einer „stabilen Lage“ – und hat dabei die Entwicklung der Corona-Pandemie in Krefeld im Blick. Tatsächlich ist der Sieben-Tage-Infektionswert pro 100 000 Einwohner im Vergleich zu Ostermontag am Dienstag von 144,7 auf 136,8 gesunken. Was aber immer noch sehr hoch sei. Zudem gibt es einen weiteren Todesfall: Eine Person von rund 65 Jahren, die zuvor nicht in einem Heim lebte, ist laut Gesundheitsamt im Krankenhaus gestorben. Damit hat es in Krefeld bisher 143 Todesfälle im Zusammenhang mit der Pandemie gegeben. 

Die Gesamtzahl aller Coronafälle ist leicht gestiegen: 18 neue Infektionen sind gemeldet worden, somit sind insgesamt in Krefeld bisher 8645 registriert. Als aktuell infiziert gelten 425 Personen, 14 weniger als am Vortag. Genesen sind inzwischen 8077 Personen – 31 mehr als am Vortag.

Im Krankenhaus befinden sich 29 Personen aus Krefeld. Sechs davon liegen auf der Intensivstation, drei werden beatmet. In Quarantäne haben sich bisher 27 491 Personen begeben. Insgesamt sind in Krefeld 45 998 Erstabstriche vorgenommen worden, 333 davon sind noch offen.

Laut Gesundheitsdezernentin Sabine Lauxen hat es bis Dienstag 25 304 freiwillige Corona-Testungen in Krefeld gegeben. Davon waren lediglich 144 positiv. „Weiter ein geringer Anteil, wir sind aber froh über jeden, den wir finden.“

Land liefert Testmaterial noch in dieser Woche

Testungen an Schulen werden ein immer wichtigeres Thema, denn am kommenden Montag sind die Osterferien vorbei. „Eine Öffnung der Schulen ist nur mit einem Testkonzept vertretbar“, betont Frank Meyer. Wie Schuldezernent Markus Schön berichtet, habe das Land NRW noch für diese Woche die Lieferung von genügend Material angekündigt, um nächste Woche an jeder Schule zweimal testen zu lassen. Die vom Land angekündigte Testpflicht an Schulen begrüße er zunächst einmal, so Schön. Er sei aber gespannt, wie dies rechtlich und konzeptionell umgesetzt werde.

Im Rückblick auf das Osterwochenende berichtete Lauxen nochmals vom enormen Andrang am Impfzentrum und den teils langen Wartezeiten. Durch die kurzfristige Entscheidung der Landesregierung, eine Astrazeneca-Impfung für 60- bis 69-Jährige möglich zu machen, mussten „rund 2000 Menschen mehr durchs System geschleust werden“. Durch den rasch angesetzten Ausweich-Termin für Biontech-Impfungen am Helios-Klinikum habe man es aber erreicht, dass kein Impfstoff ungenutzt blieb.

Warteschlangen gab es auch vor den über 100 Testzentren. „Wir versuchen alles termingerecht abzuarbeiten, aber es klappt nicht immer“, so Lauxen. Dies sei aber kein grundsätzliches Problem.

Am Donnerstag beginnt die Impfung auf dem Sprödentalplatz für die 70- bis 79-Jährigen. Pro Jahrgang sind dies in Krefeld 1800 bis 2000 Personen, die zudem ihre Lebenspartner mitbringen können. Ab sofort wird zudem in den Hausarztpraxen geimpft. Die 20 Impfdosen pro Woche und Praxis, die derzeit zur Verfügung stehen, reichen laut Lauxen aber nur für die „Höchstrisikopatienten“.

Die Parkgebühren- und Parkscheibenpflicht bleibt in Krefeld weiterhin bis zunächst Sonntag, 18. April, ausgesetzt.