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Corona Krefeld: Inzidenzwert steigt über 200er-Marke

Pandemie : Corona-Inzidenzwert in Krefeld steigt über 200er-Marke

Auch in Krefeld gibt es einen stärkeren Anstieg der Corona-Zahlen. Nun ist die 200er-Marke der Neuinfektionen überschritten.

Auch in Krefeld soll eine strengere Corona-Notbremse schon ab Montag (19. April) gelten. Das erklärte die Stadt Krefeld am Freitag. Demnach soll es auch eine Ausgangssperre und weitestgehend Distanzunterricht geben - einen Überblick über alle Maßnahmen finden Sie hier.

Meldung vom 16. April, 13.07 Uhr: Corona-Inzidenzwert in Krefeld steigt über 200er-Marke

Der Anstieg der Corona-Fallzahlen ist auch in Krefeld weiter sichtbar, die 200er-Marke wurde überschritten: Das Robert-Koch-Institut gibt am Freitagmorgen eine Sieben-Tage-Inzidenz von 208,9 an.

Welche Folgen das haben kann? „Die Landesregierung hat entschieden, mit allen Schulen in Kreisen und kreisfreien Städten mit einer Inzidenz unter 200 ab kommendem Montag wieder in den Wechselunterricht zu starten“, teilte das NRW-Schulministerium zuletzt mit. Man orientiere sich damit an den geplanten Änderungen im Infektionsschutzgesetz: Wird die 200er-Marke an drei aufeinanderfolgenden Tagen überschritten, soll Präsenzunterricht untersagt werden, hieß es dazu zuletzt. Ausnahmen könnten die Länder für Notbetreuung und Abschlussklassen machen. Die Notbremse per Gesetz soll am Freitag im Bundestag besprochen werden.

Zuletzt reagierte Wuppertal auf einen drastischen Anstieg der Fallzahlen, Kostenpflichtiger Inhalt ab Montag soll es eine harte Notbremse - unter anderem mit Ausgangssperre, Distanzunterricht und Schließung des Einzelhandels geben.

Wie es in Krefeld weitergeht, könnte noch am Freitag klarer werden. Über den „aktuellen Stand der Corona-Pandemie und der Maßnahmen zur Bekämpfung in Krefeld“ soll am Mittag informiert werden.

Meldung vom 15. April: Inzidenz in Krefeld steigt auf 191,3

Die Sieben-Tage-Inzidenz für Krefeld ist weiter gestiegen. Das Robert-Koch-Institut (RKI) gab am Donnerstagmorgen einen Wert von 191,3 an, am Mittwoch hatte es einen drastischen Anstieg gegeben auf 184,2, am Donnerstag vor einer Woche lag der Wert noch bei 126,6. NRW-weit lag der Wert am Donnerstag bei 158,6 - hier gibt es einen Überblick über die besonders betroffenen Regionen.

Nach den Angaben der Stadt Krefeld wurden Stand 15. April, 0 Uhr 114 neue Corona-Fälle erfasst. Die Gesamtzahl aller bestätigten Corona-Infektionen liege nun bei 9207. Als aktuell infiziert gelten nach den Angaben 580 Personen, 69 mehr als am Vortag. Als „genesen“ gelten demnach inzwischen 8482 Personen, 45 mehr als am Vortag.

Corona in Krefeld: 45 Corona-Patienten in Kliniken

Die Zahl der Menschen aus Krefeld, die nach einer Infektion mit dem Coronavirus in einem Krankenhaus behandelt werden müssen, stieg auf 45 an. Zwölf liegen auf einer Intensivstation, fünf müssen beatmet werden, teilte die Stadt weiter mit. Insgesamt 47.002 Abstriche seien bisher genommen worden, 731 Testergebnisse stünden noch aus.

 Jeweils ein neuer Corona-Fall sei an der Kita Leuther Straße und an der Kurt-Tucholsky-Gesamtschule erkannt worden.

Meldung vom 14. April: Dritte Corona-Welle auch in Krefeld deutlich sichtbarer

Die Warnungen hören bundesweit nicht auf, das Infektionsgeschehen in der dritten Corona-Welle macht sich auf den Intensivstationen bemerkbar - Kostenpflichtiger Inhalt zuletzt meldete das auch die Stadt Krefeld. Am Mittwoch hat das Robert-Koch-Institut (RKI) für Krefeld nun eine Sieben-Tage-Inzidenz von 184,2 angegeben. Am Vortag lag die Zahl der Corona-Neuinfektionen in den letzten sieben Tagen pro 100.000 Einwohner noch bei einem Wert von 148,6, vor einer Woche bei 126,6. Was steckt hinter diesem deutlichen Anstieg? Es ist davon auszugehen, dass er das Infektionsgeschehen abbildet, erklärte ein Sprecher der Stadt unserer Redaktion am Mittwochvormittag.

Zum Hintergrund: Das RKI machte zuletzt immer wieder darauf aufmerksam, dass bei der Interpretation der Fallzahlen ein Einfluss der Feiertage und Osterferien zu beachten ist. Zudem könne es sein, dass nicht alle Gesundheitsämter und zuständigen Landesbehörden über Ostern an das RKI übermitteln, hieß es.

Letzteres trifft auf Krefeld offenbar nicht in Gänze zu: Es seien fortlaufend Daten übermittelt worden, wobei ein gewisser Verzögerungseffekt nicht auszuschließen sei, erklärte ein Stadtsprecher am Mittwoch.

Corona in Krefeld: Krisenstab tagt früher, um Lage in Kliniken zu besprechen - weiterer Todesfall

110 neue Corona-Infektionen waren Stand Mittwoch, 0 Uhr durch die Labore zuletzt bestätigt worden, teilte die Stadt später mit. Aus diesem Anlass habe Krefelds Oberbürgermeister Frank Meyer die nächste Sitzung des Krisenstabs um einen Tag vorgezogen, auch die Lage in den Krefelder Krankenhäusern solle nun am Donnerstag besprochen werden.

Zudem habe es einen weiteren Todesfall im Zusammenhang mit der Pandemie gegeben, teilte die Stadt mit. Es handele sich um eine Person im Alter von rund 85 Jahren, die im Krankenhaus verstarb und zuvor in einem Heim lebte. Insgesamt seien nun 145 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben.

Insgesamt 9093 Personen aus Krefeld wurden nach den Angaben bisher infiziert. Als „aktuell infiziert“ gelten 511 Personen, 83 mehr als am Vortag. 747 Corona-Tests gelten nach den Angaben noch als „offen“.

Auch müssen wieder mehr Menschen mit Corona-Infektion in  Krefelds Krankenhäusern behandelt werden - aktuell befinden sich 42 Corona-Patienten im Krankenhaus, drei mehr als am Vortag, so die Stadt. Neun liegen nach den Angaben auf einer Intensivstation, vier werden beatmet.

Nach den Osterferien sind auch wieder neue Corona-Fälle an Schulen in Krefeld aufgetreten: Zwei in unterschiedlichen Klassen im Berufskolleg Kaufmannschule, ein Fall an der Gesamtschule Uerdingen und einer am Berufskolleg Vera Beckers, so die Stadt.

(pasch)