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City-Hubs sollen Straßen in Krefelds Innenstadt entlasten

Entlastung auf der Straße : Stadt will bis zu vier City-Hubs

Die Packstationen sollen Lieferverkehr effizienter machen.

Die Straßen in der Innenstadt sind voll, die Fahrzeuge stauen sich – das liegt auch an den Lastern der Lieferdienste. Bis zu vier sogenannte City-Hubs könnten dem Kollaps in Krefeld bald entgegenwirken. Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein hat eine Machbarkeitsstudie zur Entwicklung dieser Mikro-Depots in Mönchengladbach, Krefeld und Neuss vorgestellt. Die Depots sollen etwa Paketdiensten als Logistikbasis dienen. Von dort aus können die letzten ein, zwei Kilometer bis zum Kunden mit kleinen Lieferfahrzeugen wie Lastenfahrrädern zurückgelegt werden. Diese verstopfen die Straßen weniger.

Das Ergebnis der Untersuchung: Das Konzept, das in vielen Metropolen bereits umgesetzt ist, kann auch in mittelgroßen Städten wie Krefeld funktionieren. Ein entsprechendes Handbuch hat die IHK nun an den nordrhein-westfälischen Verkehrsminister Hendrik Wüst übergeben. Gerne möchte die IHK die Erkenntnisse der Studie bald in der Praxis umsetzen. IHK-Hauptgeschäftsführer Jürgen Steinmetz will sich für die Realisierung in den drei Städten einsetzen. „Dafür haben wir eine Förderung beantragt“, sagt Steinmetz. Es komme nun auch darauf an, dass die Städte und die Stadträte mitziehen und die Voraussetzungen für die Errichtung der Mikro-Depots schaffen.

Die Stadt Krefeld ist interessiert an dem Vorhaben. Vier Gebäude könnten entsprechend eingerichtet werden. „Wir können uns als Pilotprojekt die Schaffung eines Mikro-Depots in der Innenstadt gut vorstellen“, sagt Norbert Hudde, Leiter des Fachbereichs Stadt- und Verkehrsplanung. Für die Nebenzentren könnten drei weitere Flächen ausgewiesen werden. jab