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Chipmangel: Autozulieferer PWK aus Krefeld meldet Insolvenz an

300 Arbeitsplätze in Krefeld : Chipmangel: PWK in Insolvenz

Das Unternehmen verzeichnete zuletzt Auftragsstornierungen von bis zu 30 Prozent. Allein in Krefeld sind 300 Mitarbeiter für PWK tätig.

Der weltweite Chipmangel hat den Autozulieferer PWK Automotive Gruppe so stark getroffen, dass er einen Antrag auf  Insolvenz in Eigenverwaltung gestellt hat. „Der Chipmangel, der sich seit dem Frühjahr negativ auf die internationale Automobilproduktion auswirkt, führte zu deutlich sinkenden Umsätzen der PWK Gruppe“, heißt es in einer Mitteilung. Dieser Effekt habe sich in den vergangenen zwei Monaten verstärkt; Bestellungen  im Volumen von mehr als 30 Prozent seien storniert worden.

Zum vorläufigen Sachwalter wurde der Düsseldorfer Rechtsanwalt Jan-Philipp Hoos von White & Case bestellt. Er ist auch Insolvenzverwalter im Verfahren der Krefelder Schulz-Holding. Mit der Insolvenz in Eigenverwaltung will sich PWK neu aufstellen. Dafür sieht das Unternehmen nach eigenen Angaben gute Chancen. Innerhalb von drei Monaten muss der Restrukturierungsplan stehen. Der Geschäftsbetrieb läuft in dieser Zeit weiter.

 PWK mit Stammsitz in Krefeld an der Idastraße wurde 1898 gegründet.  Den letzten Umsatz gab das Unternehmen mit 120 Millionen Euro an. Die Kernkompetenz liegt in Entwicklung und Produktion von Sicherheitsteilen für Fahrwerke, Bremsen, Stoßdämpfern und Komfort im Auto. PWK hat an den vier Standorten Krefeld, Gelenau, Schönbrunn und Zittau 500 Mitarbeiter, davon 300 in Krefeld. Kunden sind international namhafte Zulieferer der Automobilindustrie. Dazu zählen nach Unternehmensangaben unter anderem THK, ZF incl. ZF TRW, Bosch, Continental, Thyssen Krupp Bilstein, Wabco, Sanden und Tenneco.  alu