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Charity Run: Wettlauf gegen Olympia-Teilnehmerin

Charity Run: Wettlauf gegen Olympia-Teilnehmerin

Rennen für den guten Zweck: WZ—Mitarbeiterin Nele Dohmen schaffte die große Runde.

Krefeld. Der zehnte Charity Run im Stadtwald bietet perfektes Laufwetter. Sonnig, aber nicht zu warm, dazu ein leichter Wind. Warum da nicht mal mit Schirmherrin Anne Poleska-Urban den Hauptlauf über zehn Kilometer mitlaufen? WZ-Mitarbeiterin Nele Dohmen hat das Lauf-Event im Selbstversuch ausprobiert.

Die Veranstaltung ist wieder einmal bestens besucht: Eltern, Kinder, Großeltern tummeln sich auf der Wiese vor dem Spielplatz und bereiten sich auf einen Lauf vor oder unterhalten sich mit den anderen Familien. 800 Besucher sind gekommen.

Etwas abseits, an den Tischtennisplatten, steht die Olympia-Schwimmerin Anne Poleska-Urban zusammen mit ihrem Mann Jochen Urban, ihren Eltern und Freunden der Familie. Ihre einjährige Tochter Emilie ist auch da. „Ich mag diese Veranstaltung sehr, das ist ein tolles Familien-Event“, sagt Poleska-Urban. „Und das alles für einen guten Zweck.“ Der komplette Erlös der Veranstaltung geht an den Kinderschutzbund.

Fröhlich und entspannt wirkt sie. Aber was hat eine ehemalige Leistungssportlerin von einem zehn Kilometer Lauf zu befürchten? Doch nach „ehemalig“ sieht die sportliche Mutter gar nichtaus. Das kann ja heiter werden.

Um 12 Uhr bewegen sich die Hauptläufer Richtung Startbereich, auch Anne Poleska-Urban. Unter den Läufern herrscht ausgelassene Stimmung, jeder ist heiß auf den Startschuss. Um 12.15 Uhr fällt er.

Los geht’s: Poleska-Urban legt sofort mit einem strammen Tempo los. Dranbleiben. Die Strecke ist in vier Runden à 2,5 Kilometer aufgeteilt. Nach dem ersten Kilometer teilt sich das Lauffeld in seine Untergruppen auf. Poleska-Urban überholt einige Läufer. „Na hopp!“, sagt sie. Ok, hopp.

Nach einer Runde hilft auch kein hopp mehr. Anne Poleska-Urban verschwindet zwischen den anderen Läufern und ist bald gar nicht mehr zu sehen. Es bleiben noch 7,5 Kilometer und bereits jetzt große Erschöpfung. Zum Glück sind da die ehrenamtlichen Helfer, die die Strecke bewachen und Wasser verteilen. Und natürlich anfeuern. „Die Hälfte hast du schon!“, ruft ein junger Mann. Schon?

Am Ende heißt es: 48 Minuten für Anne Poleska-Urban, 56 für die WZ. Und 100 Punkte für die Veranstalter.

Die können sich nämlich wirklich auf die Schulter klopfen. Acht Läufe für alle Altersgruppen wurden am Sonntag reibungslos abgewickelt. Birgit August ist die Vorsitzende vom Kinderschutzbund und selber passionierte Läuferin. Sie hat den Charity Run vor zehn Jahren ins Leben gerufen, zusammen mit Jörg Giesen von Laufsport Bunert und dem Sportverein Preussen Krefeld Leichtathletik. „Das war wohl einfach der richtige Moment. Jörg Giesen hatte damals auch die Idee, einen Spendenlauf ins leben zu rufen“, sagt Birgit August. In zehn Jahren Charity Run wurden rund 30.000 Euro für den Kinderschutzbund eingenommen.

Dieses Jahr neu im Programm: der Generationenlauf und die vier mal 2,5 Kilometer Staffel. Der Generationenlauf teilt sich in drei mal 400 Meter auf, es müssen mindestens zwei Generationen vertreten sein.

Anne Poleska-Urban hat in ihrer Altersgruppe den ersten Platz belegt. Fest steht: Der Charity Run ist für Profisportler und Hobbyläufer ein tolles Erlebnis.