Charity Run: Krefelder laufen für die Kinder

Charity Run: Krefelder laufen für die Kinder

800 starten im Stadtwald für einen guten Zweck. Es ist ein fest für die ganze Familie.

Krefeld. Zuerst Opernbühne, dann Läuferparadies: Kaum haben die Klassik-Fans spät abends den Stadtwald verlassen, strömen am frühen Morgen die ersten Sportler dorthin. Rund 800 Teilnehmer - so viele wie nie - nehmen beim fünften Charity Run zugunsten des Kinderschutzbundes den Waldboden unter die Sportschuhe. Die größte Gruppe bilden die Bambini ab Jahrgang 2007. Der älteste Teilnehmer zählt 75 Lenze, der jüngste zweieinhalb. Alle kommen heil und bestens aufgelegt ins Ziel.

"Die Stimmung ist einfach toll", sagt Antje Siegert vom Kinderschutzbund. "Das sportliche Ereignis ist wirklich zu einem Fest für die ganze Familie geworden." Die kleinen Kinder laufen an der Hand der Eltern. Die größeren haben zuvor mit den Olympiateilnehmern Anne Poleska und Jochen Urban ausgiebig den Start geübt. Dennoch ging er nicht ganz ohne aufgeschlagene Knie über die Bühne.

Amelie (5) und Mika (8) haben die Strecke unbeschadet überstanden. "Es hat Spaß gemacht", sagen die beiden. "Ich laufe immer mit", erklärt Mika. Er hat den siebten Platz über einen Kilometer erreicht. Amelie ist über 400 Meter Fünfte geworden. Beide haben Urkunden bekommen.

"Aufgeschlagene Knie der Kinder waren die einzigen Blessuren, die die Sportler davon trugen", erklärt Paul Peeters von der ausrichtenden Leichtathletik-Abteilung des KTSV Preussen. "Der Spaß steht an erster Stelle." Den haben besonders die Teams im Firmen- und Volkslauf bekommen.

Jeweils rund 70 Mitarbeiter vom Krankenhaus Maria Hilf, Deutscher Bahn und Volksbank starteten. Den Sieg schnappten ihnen jedoch die Angestellten von Bellis Kindermode aus Kempen vor der Nase weg.

Mit Jörn Strümpel hatten sie auch einen besonderen Läufer an der Spitze. "Ich bin in der Marathon-Vorbereitung und deshalb gut im Training. Ich möchte bei der Westdeutschen Meisterschaft in Essen teilnehmen."

Der 32-Jährige schafft als Bester die fünf Kilometer in 17,25 Minuten. "Es ist sehr schön hier, nett, unkompliziert und familiär", urteilt er. "Das Wetter ist ideal und das Laufen im Wald immer prima." Gut im Rennen ist auch Ex-Fußballprofi Marcel Witeczek.

Da zu einem Familienfest Kaffee und Kuchen gehören, nutzten die Sportler das Angebot, um die weggelaufenen Kalorien wieder aufzufüllen. Siegert: "Auch das letzte Stück wurde verputzt." Der Kinderschutzbund rechnet mit einem Erlös von mehr als 4000 Euro, die den Kindern der Stadt zugute kommen.