1. NRW
  2. Krefeld

CDU spricht sich für neue Wohngebiete in Krefeld aus

Wahlkampf : CDU in Krefeld für neue Wohnbaugebiete

In einem gemeinsamen Papier haben CDU-Partei und -fraktion ihre Ziele für die nächsten Jahre zum Thema Wohnen und Mobilität formuliert.

Was plant die CDU in Sachen Mobilität und Wohnen in Krefeld? „Wir sind nicht die Partei der Bevormunder. Wir wollen keine Einfamilienhäuser verbieten, sondern wir  stehen für einen Mix aller Wohnformen“, sagt Kerstin Jensen, Oberbürgermeister-Kandidatin der CDU in Krefeld. Die Grünen in Krefeld hatten zuletzt einen beachtlichen Widerhall auf ihre Haltung gefunden, dass keine Neubaugebiete mehr ausgewiesen werden sollten und dass das klassische Einfamilienhaus ausgedient habe.

In einem gemeinsamen Papier haben CDU-Partei und -fraktion ihre Ziele für die nächsten Jahre zum Thema Wohnen und Mobilität formuliert. „Krefeld hat in den vergangenen Jahren den Trend verschlafen, neue Wohngebiete auszuweisen und Familien aus der Umgebung, aber auch aus Krefeld, ein neues Heim zu geben. Das wollen wir ändern. Mit Neubaugebieten wie Fischeln-Süd-West und Wiesenhof“, sagt Jensen. CDU-Ratsherr Manfred Läckes ergänzt: „Kempen weist direkt an der Stadtgrenze zu Krefeld Neubaugebiete aus. Die Bürger dort nutzen die Angebote und die Infrastruktur in Krefeld, zahlen aber nicht dafür.“

Neben Neubau-Gebieten setzt die CDU auch auf Innenstadtverdichtung innerhalb der vier Wälle oder auf innovative Konzepte wie „Tiny Houses“ (kleine Häuser, die auch transportabel sein können). „Grüne“ Ideen wie energieeffizientes Bauen mit Holz, Begrünung von Dächern und Fassaden sowie die Schaffung der Position eines Klimabeauftragten in der Stadtverwaltung greift die CDU ebenfalls auf. Jensen betont: Wir machen Angebote, wollen aber keine Vorschriften machen.“

„Gärten des Grauens“, versiegelte oder gekieste Vorgartenflächen, finden nicht den Gefallen der CDU. Aber, so sagt  Läckes, Verbote sollten vermieden werden. So gebe es schließlich auch kleine Grundstücke, so dass es kaum Alternativen gebe, als den Vorgarten zum Stellplatz zu machen.

In puncto Mobilität sieht die Krefelder CDU den motorisierten Individualverkehr gleichberechtigt mit anderen Formen wie Rad, Bahn oder zu Fuß gehen. Jensen fordert die Schaffung eines 365-Euro-Tickets für Krefeld in Kombination mit verbesserten Parkmöglichkeiten außerhalb der Innenstadt. Zur Finanzierung des Tickets  könne die Umlage des VRR dienen. Das Straßenbahnnetz müsse weiterentwickelt werden, auch mit neuen Strecken. Neue Straßen sieht die CDU etwa zur Entlastung in Fischeln-Süd-West. Darüber hinaus gehe es darum, ein Millionenprogramm zur Straßensanierung aufzulegen und Schlaglöcher auszumerzen. Das gelte auch für Fahrradwege, fügt Jensen hinzu: „In Krefeld enden viele Fahrradwege vor geparkten Autos oder im Nichts. Außerdem gleicht die Fahrt oft einem Slalom um Schlaglöcher.“ Ebenfalls im Programm: der Aufbau eines Ladesäulen-Netzes für Autos mit Elektro-Antrieb sowie kurz- bis mittelfristig die Befreiung für E-Autos und Pkw mit Wasserstoffantrieb von Parkgebühren und den Kosten für Anwohnerparkausweise.