Burg Linn in Krefeld: Festival mit Blind Guardian und Bernhard Hennen

Veranstaltung : Neues Festival mit Blind Guardian und Bernhard Hennen auf Burg Linn

Bei einem Festival im Januar sind auch Stars der Fantasy-Szene zu Gast. Die Gemäuer bleiben über Nacht geöffnet. Es gibt Programm für die ganze Familie.

Elfen, Zauberer und Drachen, unter anderem mit Stars der Szene in andere Welten abtauchen: Das Jahr 2020 beginnt auf der Burg Linn mit einem Wochenende, das wohl nicht nur Fans fantastischer Welten verzaubern könnte. Die Gemäuer werden über Nacht geöffnet, es gibt Rollenspiele, Theateraufführungen und Märchenfiguren. Und einen Termin mit großen Namen: Am 4. Januar werden die Metal-Band Blind Guardian und die Fantasy-Autoren Bernhard Hennen und Markus Heitz im oberen Rittersaal einen Abend gestalten.

Blind Guardian spielen Unplugged-Versionen

Die weltweit bekannten Musiker der Krefelder Band Blind Guardian werden Unplugged-Versionen spielen – „vermutlich“ werde es dabei Lieder aus dem neuen Orchester-Album „Legacy Of The Dark Lands“ zu hören geben, erklärt Jennifer Morscheiser, Leiterin des Museums Burg Linn. Autor Markus Heitz hat mit seinem Werk „Die Dunklen Lande“ die literarische Vorlage für das Konzept-Album der Musiker aus Krefeld vorgelegt.

Der Krefelder Schriftsteller Bernhard Hennen wird nicht nur diesen Abend mitgestalten, er hat auch das Konzept für das Wochenende mit erarbeitet, erklärt Morscheiser weiter. Das soll nicht nur mit Stars überzeugen. Die Veranstaltung trägt den Namen „Festival der Phantasie“ und bietet eine offensichtliche Besonderheit, die auch Gäste, die nichts mit Elfen, Zwergen und anderen magischen Wesen anfangen können, zu einem Besuch bewegen könnte.

Die Burg Linn bleibt über Nacht für Gäste geöffnet — von Samstag, 4. Januar, 11 Uhr bis Sonntag, 5. Januar, 17 Uhr. Das Festival soll dabei eine Veranstaltung für die ganze Familie werden, erklärt Morscheiser weiter. So werde es an beiden Tagen Schattentheater-Aufführungen geben, bei denen Märchen vor der Burg-Kulisse präsentiert und erzählt werden. Märchenfiguren sollen auch durch die Burg ziehen. Ein weiterer Schwerpunkt: In Kooperation mit dem Krefelder Spielefachgeschäft Spielzeit soll es Spielrunden geben, die in fantastische Welten entführen oder einfach nur Spaß machen.

Jeder soll in die Welt der Rollenspiele abtauchen können

Ein Schwerpunkt werde dabei auf sogenannten Pen-&-Paper-Rollenspielen liegen. Mitspieler nehmen dabei fiktive Rollen ein und erleben gemeinsam Abenteuer. Ein Spielleiter entführt dabei mittels Erzählung in eine andere Welt. Die unterschiedlichen Figuren — je nach Geschichte etwa Zauberer, Elfen oder Seeräuber — haben unterschiedliche Fähigkeiten. Oft wird mittels Würfel über Erfolg oder Misserfolg einzelner Aktionen entschieden. Weitere Utensilien sind Stifte und Papier, daher der Name Pen & Paper. Die Rollenspiel-Szene in Krefeld sei relativ groß, so Morscheiser. Auf der Burg Linn wird es um die sechs solcher Rollenspielrunden geben, erklärt sie. Dabei brauche es keine Vorerfahrungen: Jeder könne das Festival besuchen und mitspielen, betont die Leiterin des Museums Burg Linn. Der Drang nach Erzählungen fantastischer Art sei in den letzten Jahren immer größer geworden, auch im Bereich der Kinderbücher gebe es diesen Trend. Tagsüber wird es auch die „normalen“ Führungen durch die alten Gemäuer geben. Mit Geschichten wolle Morscheiser auch für die Geschichte der Burg Linn begeistern, ein positives Erlebnis schaffen.Das Festival bildet auch den Abschluss der Märchen-Ausstellung „Sagenhaft! Zauberhaft! Märchenhaft!“, für die Bernhard Hennen die Schirmherrschaft übernommen hatte. Der Krefelder Fantasy-Autor war im Oktober im Rahmen einer Lesereihe auf der Burg aufgetreten. Die Lesereihe, bei der unter anderem auch Wolfgang Hohlbein zu Gast war, solle im nächsten Jahr nach weiteren Terminen fortgesetzt werden.

„Familienfest“ steht unter anderem auf den Plakaten, die mit den Umrissen eines Mondes, eines Drachen und der Burg für das Festival werben. Nicht umsonst wird am letzten Wochenende der Weihnachtsferien dazu eingeladen — es soll ein Fest mit Fantasie für große und kleine Besucher werden.

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