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Bürgerverein Traar sieht in Wiesenhof eine Chance für den Ort

Traar : Neubaugebiet Wiesenhof ist für Bürgerverein eine Chance

Beim Neujahrsempfang ruft Vorsitzender Marc Blondin die Traarer auf, an der Zukunft des Ortes zu arbeiten.

Wer in Traar wohne, tue das entweder seit Generationen oder er tue es ganz bewusst aus einer klaren Entscheidung. Marc Blondin braucht beim Neujahrsempfang des Bürgervereins Traar bei den zahlreiche Besuchern gar keine Lanze für den nördlichen Stadtteil im Grünen brechen. Die Anzahl der Gäste ebenso wie deren Mischung in jung und alt und unterschiedliche Funktionen macht sichtbar: Im Ort gibt es ein gutes Miteinander, zwischen den Generationen, zwischen Alt-Eingesessenen und Neu-Zugezogenen, zwischen Menschen verschiedener Überzeugungen und unterschiedlicher Lebensvorstellungen. „Lassen Sie uns hier in Traar daran arbeiten, dass dies auch in Zukunft so bleiben wird“, appelliert Blondin.

Die wichtigste Aufgabe sei es, der jungen Generation zu vermitteln, wie wichtig Engagement und Zusammenhalt sind. Alle Vereine könnten Nachwuchs gebrauchen und neue Ideen und Initiativen sind willkommen. Dass die Traarer gut sind im Schulterschluss, haben sie vor einigen Jahren gelebt und erlebt. Als auf dem Festplatz ein Traglufthalle für 150 Geflüchtete aufgebaut und in Betrieb genommen wurde. Die Geflüchteten sind in die Gemeinschaft aufgenommen und mit vielen Angeboten von Sprachkursen bis hin zu Integrationshilfen unterstützt worden. Noch heute gebe es den ein oder anderen persönlichen Kontakt, obwohl die Halle schon lange wieder abgebaut ist.

Mehr Aufmerksamkeit hat in den vergangenen zwei Jahren der Plan erhalten, am Festplatz einen neuen Supermarkt zu bauen. „Das Auswahlverfahren ist in der entscheidenden Phase“, erklärt Blondin. Dass der Bürgerverein den Standort nicht favorisiert, sondern sich einen anderen gewünscht hätte, wird nur am Rande gestreift.

Traar will und soll zukunftsfähig werden. Dazu gehört auch das umstrittene geplante Neubaugebiet Am Wiesenhof. „Mit maßvoller Bebauung, die Natur und Landschaft dort berücksichtigt, aber auch die Weiterentwicklung Traars“, mahnt Blondin. Eine Stadt ebenso wie ein Ort brauche neue Bürger, um zukunftsfähig zu seien. „Davon profitieren zum Beispiel die Sportverein am Buscher Holzweg, aber auch andere Vereine sowie die Grundschule in Traar.“

Vermutlich auch die Schützen. Das amtierende Königshaus mit König Günter I. und Marita I. war fast in voller Stärke im Gemeindesaal von St. Josef am vergangenen Sonntag. Ebenso wie ihre Vorgänger im Amte, Norbert Lux und Esta Wolff. Auch die beiden „Traarer Dorfpolizisten“, die Polizeihauptkommissare Peter Gese und Klaus Pitsch, begrüßt Blondin wie selbstverständlich.

Ein jeder engagiere sich für den Ort. Blondin dankt für die große Spendenbereitschaft zur Sanierung der Mühle, allen voran dem Königshaus für seine Initiative. Er erinnert an das Engagement der Traarer Sportvereine FC und TV für den Erhalt der Bezirkssportanlage Buscher Holzweg – und schickt einen Dank „an die andere Seite vom Feld“, an den Verberger Turnverein.

Auch eine Ausschau darf nicht fehlen: „Der Neubau der Feuerwache mit Rettungswache und Ärztehaus im Rahmen des Bebauungsplans 803 an der Moerser Landstraße Ecke Buscher Holzweg kommt.