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Bürgerverein: Aus Süd-West wird Lehmheide

Bürgerverein: Aus Süd-West wird Lehmheide

Neuer Name soll das Gebiet des Vereins besser lokalisieren.

Lehmheide. Nach nur 35 Minuten ist aus dem Bürgerverein (BV) Süd-West der Bürgerverein Lehmheide geworden. Am Dienstagabend hatte BV-Vorsitzender Bernd Albrecht die Mitglieder in den Südbahnhof eingeladen.

Diese folgten einstimmig seinem Vorschlag, die eher nichtssagende Bezeichnung besser zu lokalisieren. Den Impuls dazu hatte die Auflösung des BV Süd gegeben. Albrecht: „Wenn in Krefeld von Süd die Rede ist, dann kann damit auch Fischeln und Forstwald gemeint sein. Lehmheide aber verortet jeder mit dem Gebiet zwischen Innenstadt und Tackheide.“

Bei der Sitzung waren auch Mitglieder des benachbarten BV Dießem mit ihrem Vorsitzenden Philipp Geldmacher zugegen. Sie alle ließen sich von Vermessungsingenieur Georg Opdenberg, einem exzellenten Stadtkenner, über die Bedeutung der im Süden gelegenen Bereiche Dießem und Lehmheide informieren.

Opdenberg beschrieb erst einmal den Mitgliedern des BV Süd-West das infrage kommende Gebiet. Es wird begrenzt im Süden von Gladbacher Straße und Obergath, im Osten von der Lutherstraße und im Norden und Westen von der Bahnlinie.

Er ging auch auf den Begriff Heide ein. Es war, genauso wie die nahegelegene Tackheide, jahrhundertelang ein eher feuchtes und landwirtschaftlich schlecht nutzbares Gebiet.

Das Wasser floss schlecht ab, und die wenigen Bewohner bauten hier Sand und Kies ab und weideten dort ihr Vieh. Zur Lehmheide, wo eben Lehm abgebaut wurde, ein paar Daten: 1735 entstand hier ein jüdischer Friedhof, 1864 verlegte die Stadt Krefeld die Begräbnisstätte vom Stadtgarten zur Lehmheide und 1891 wurde der sogenannte Neue Friedhof eingeweiht.

Den Dießemern konnte Opdenberg bestätigen, dass von der Honschaft Dießem wohl die Besiedlung der damaligen Herrlichkeit Krefeld ausgegangen sein muss. „Damit ist Dießem älter als Krefeld.“ Manfred Grünwald, der ebenfalls anwesende Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft der Krefelder Bürgervereine, gratulierte zur Umwandlung und verwies auf die Gebietskarte, die die Bereiche aller Krefelder Bürgervereine darstellt. Sie ist einzusehen unter:

akb-krefeld.de