Bürgerbegehren: Verdi ringt ums Klinikum

Bürgerbegehren: Verdi ringt ums Klinikum

6600 Stimmen sind schon gesammelt. Sana will auch in Krefeld einsteigen.

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p class="text"><strong>Krefeld. Bis Freitag Abend hatte Verdi, unterstützt von SPD, Grünen und Attac, bereits 6600 Unterschriften für den Erhalt der Städtischen Krankenhäuser gesammelt. Mindestens 9600 Stimmen hat die hiesige Verdi-Gewerkschaftsführerin Mechthild Schratz angepeilt. Wegen möglicher ungültiger Stimmen haben Verdi und die Beschäftigten des Klinikums sogar vor, 14 000 Unterschriften zu sammeln. "Dieses Ziel werden wir aller Voraussicht nach bis zum 6. Mai auch erreichen", zeigt sie sich im Gespräch mit der WZ überzeugt.

Wieviel Stimmen sind notwendig für das Unterschriftenquorum?

"Das Bürgerbegehren muss von vier Prozent der Bürger der Stadt Krefeld unterzeichnet sein", erklärt Hans-Jürgen Neuhausen, Leiter der Abteilung Statistik und Wahlen bei der Stadt Krefeld. "Im Rahmen des Bürgerbegehren zum Erhalt des Stadtbads Neusser Straße betrug die Zahl der abstimmungsberechtigten Bürger im vergangenen Jahr 180 638. Damit musste das Bürgerbegehren von mindestens 7226 Bürgern unterzeichnet sein."

Mechthild Schratz schreckt diese Zahl nicht, allein bei der Unterschriftensammlung zum Erhalt des Cäcilien-Hospitals in Hüls hatte die Gewerkschaft in kurzer Zeit 12 000 Unterschriften zusammen.

Der (Aus-)Verkauf des Klinikums hat begonnen. Während Verdi das Haus in kommunaler Hand erhalten will, melden sich zahlreich ernsthafte Interessenten fürs Klinikum.

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