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Bombendrohung in Krefeld gegen Arbeitsagentur sorgt für Polizei-Großeinsatz

Das ist bisher bekannt : Bombendrohung gegen Arbeitsagentur in Krefeld - Polizei fasst Tatverdächtigen

Bombendrohung gegen Arbeitsagentur in Krefeld: Großeinsatz für die Polizei

In Krefeld hat es eine Bombendrohung gegen die Agentur für Arbeit in Krefeld gegeben. Das Gebäude wurde evakuiert und durchsucht. Ein Tatverdächtiger festgenommen. Der Überblick.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Nach einer Bombendrohung ist die Agentur für Arbeit in Krefeld geräumt worden. Die Polizei sperrte den Bereich weiträumig ab, Sprengstoffspürhunde wurden zur Durchsuchung des Gebäudes eingesetzt - dabei wurde laut den Angaben der Polizei nichts Verdächtiges gefunden.
  • Noch während des Polizeieinsatzes konnte ein Tatverdächtiger (40) aus Krefeld festgenommen werden. Die Bombendrohung war bei der Bundesagentur für Arbeit in Gotha per Fax eingegangen.
  • In der Innenstadt Krefelds mussten Autofahrer aufgrund des Großeinsatzes mit Einschränkungen rechnen. Es wurde gebeten, den Bereich weiträumig zu umfahren. Erst nach rund drei Stunden konnten die Sperrungen gegen 14.30 Uhr wieder komplett aufgehoben werden.

Aufgrund einer Bombendrohung gegen die Agentur für Arbeit in Krefeld hat die Polizei den Bereich rund um die Philadelphiastraße 2 am Freitagvormittag weiträumig abgesperrt. Das Gebäude wurde evakuiert, ebenso das Gebäude der Autobahn GmbH an der Hansastraße.

Die „Bedrohungslage“ gab es seit kurz nach 10 Uhr, abgesperrt worden sei gegen 11.30 Uhr, erklärte eine Sprecherin der Polizei unserer Redaktion. Gegen 14.30 Uhr gab die Sprecherin Entwarnung: Die Durchsuchungen konnten abgeschlossen werden. Dabei wurde nichts Verdächtiges gefunden. Jeder Raum der Agentur für Arbeit sei überprüft worden.

Bombendrohung bei Agentur für Arbeit in Krefeld: Polizei im Großeinsatz

Noch während der Durchsuchungsmaßnahmen wurde ein 40-jähriger Tatverdächtiger aus Krefeld festgenommen werden. Die Bombendrohung war nach den Angaben der Polizei zuvor per Fax bei der Bundesagentur für Arbeit in Gotha eingegangen. Ein Ermittlungsverfahren wegen Störung des öffentlichen Friedens wurde eingeleitet.

Der Tatverdächtige wurde nicht an seiner Wohnanschrift in Krefeld festgenommen, auch nicht im Krefelder Stadtgebiet, so die Sprecherin der Polizei weiter. Er werde am Freitagnachmittag noch vernommen. Über Ermittlungen sei die Polizei auf den Aufenthaltsstandort des Verdächtigen gekommen. Ob der 40-Jährige Leistungsbezieher bei der Agentur für Arbeit in Krefeld ist, sei noch Gegenstand der Ermittlungen.

Nach den Angaben war die Polizei mit vielen Kräften vor Ort, um das geräumte Gebäude zu durchsuchen, auch Sprengstoffspürhunde wurden eingesetzt. Im Hintergrund gab es zudem weitere Ermittlungen, so die Sprecherin der Polizei in Krefeld weiter.

Nach der Evakuierung warteten viele Menschen vor dem Hotel gegenüber der Agentur für Arbeit den Einsatz der Polizei ab, berichtete ein WZ-Reporter.

Wie ein Sprecher der Agentur für Arbeit in Krefeld der Deutschen Presse-Agentur sagte, seien rund 120 Mitarbeiter betroffen gewesen, die am Freitagvormittag in dem Gebäude tätig gewesen seien. Wie viele Kunden mit oder ohne Termin betroffen waren, könne nicht gesagt werden. „Es wurde sichergestellt, dass keine Kundschaft und keine Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter mehr im Gebäude waren. Die Polizei ist durch jeden Raum gegangen“, schilderte der Agentur-Sprecher. Die Agentur für Arbeit habe freitags bis 12 Uhr geöffnet. Somit habe am Nachmittag keine Öffnung mehr angestanden.

Autofahrer sollten den Bereich weiträumig umfahren, hieß es. In der Innenstadt kam es zu Staus. Eine Durchfahrt war an vielen Stellen nicht möglich.

Auch die Stadtwerke meldeten Streckensperrungen. Da die Bahnstraße gesperrt war, fuhren die Bahnen auf der Linie 044 eine Umleitung.

(pasch/A.S./dpa)