Bislang liegen keine Pläne für Schwanenmarkt-Erweiterung vor

Schwanenmarkt : Schwanenmarkt: Stillstand ärgert Politiker

Der Planungsausschuss beschließt, die Priorität für das Bauvorhaben zurückzustufen.

Die Stadt und Ratsparteien warten noch immer auf konkrete Pläne zur Erweiterung des Schwanenmarktes. Die frühzeitigen Beteiligungen zum entsprechenden Bebauungsplan sind gelaufen. Bislang fehlen jedoch noch Unterlagen seitens der Eigentümer für das Bebauungsplanverfahren. Aufgrund erheblicher Änderungen hinsichtlich des Plangebietes und des -inhalts muss laut Verwaltung ein neuer Antrag gestellt werden, Nachweise zur Grundstücksverfügbarkeit ebenso wie überarbeitete Gestaltungspläne vorgelegt werden.

Jürgen Wettingfeld (CDU) hat es im Planungsausschuss nun auf den Punkt gebracht: „Wir hören vieles, aber seit Jahren nichts Konkretes. Das ist nicht zufriedenstellend.“ Die hohe Priorität bei der Stadt für das Bauvorhaben solle in Folge zurückgestuft werden.

Pläne für Erweiterung haben
keine Zustimmung gefunden

Mit dieser Ansicht ist der baupolitische Sprecher der CDU nicht allein. „Wir werden von den Investoren hingehalten und vorgeführt“, kommentiert Jürgen Hengst für die SPD das Verhalten. Im Oktober 2014 hatten die Gebrüder Schapira als neue Eigentümer für den westlichen Bereich des Schwanenmarktes mit dem heutigen Parkhaus (an der Breite Straße) beantragt, das Verfahren zur Aufstellung eines vorhabenbezogenen B-Plans einzuleiten. Mit dem Ziel, die planungsrechtlichen Grundlagen für die Erweiterung des Einkaufszentrums im Bereich des heutigen Parkhauses zu schaffen. Der Rat hatte im Mai 2015 den einleitenden Beschluss gefasst.

Die eingereichten Gestaltungspläne für den neuen Komplex fanden jedoch keine Zustimmung beim Gestaltungsbeirat; dessen Empfehlungen seien nicht aufgegriffen worden. Zwischenzeitlich haben die Eigentümer des Schwanenmarktes auch zur Hochstraße hin das ehemalige Modehaus Greve mit dem dazugehörigen Schirmhaus Schnitzler aufgekauft.

Für eins der ältesten und unter Denkmalschutz stehenden Gebäude an der Hochstraße 192 liegt bis heute kein denkmalrechtliches wie wirtschaftlich tragbares Konzept vor. Derzeit gibt es Gespräche zwischen der Stadt und dem Investor über die kleine Gasse zwischen „Walbusch“ und Schwanenmarkt, die im Besitz der Stadt ist und in den Gestaltungsplänen für das Schwanenmarkt-Center überbaut werden soll.

Hengst und Wettingfeld betonen, dass sie mit der Rückstufung des Bauvorhabens von Rang sieben auf 22 ein Zeichen setzen wollen. Die Stadt besinne sich gerade auf ihren historischen Grundriss an der Stelle und wolle bestimmte Wegeverbindungen erhalten. Der Investor hatte überlegt, den Eingang zur Rheinstraße hin zu schließen. „Das Einkaufszentrum muss auch weiterhin ein integraler Bestandteil der Innenstadt sein und keine Insel“, sagt Wettingfeld. Ganz nach dem Gutachten von Junker und Kruse.

Mehr von Westdeutsche Zeitung