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Gebäude an der Florastraße in Krefeld: Bieterverfahren für alte Feuerwache

Gebäude an der Florastraße in Krefeld : Bieterverfahren für alte Feuerwache

In dem Gebäude an der Florastraße sollen Wohnungen, Gastronomie und Kleingewerbe entstehen.

Krefeld. In einem Bieterverfahren sollen die Gebäude und das rund 6000 Quadratmeter große Grundstück der alten Hauptfeuerwache an der Florastraße von der Stadt veräußert werden. Nach dem Umzug der Wache an die Neue Ritterstraße werden die Gebäude nicht mehr gebraucht. Mit einer entsprechenden Vorlage werden sich die Mitglieder des Planungsausschusses in der Sitzung am kommenden Donnerstag befassen.

Teile des 1908/09 nach Plänen des Architekten Ernst Scholze errichteten Gebäudes stehen unter Denkmalschutz. Die Innenverdichtung solle, so heißt es in der Vorlage, durch einen nachhaltigen Wohnungsbau erfolgen. Das Gebäude der ehemaligen Feuerwache kann für Wohnen (auch „neue Wohnformen“), Gastronomie (zum Beispiel ein Bistro oder Café), nicht störende Handwerksbetriebe wie Schuster, Fahrradhändler, Friseure, Goldschmiede oder für kirchliche, kulturelle, soziale, gesundheitliche und sportliche Zwecke genutzt werden. Auch für freie Berufe könnten die Gebäude genutzt werden.

Einzelhandel ist insbesondere in Bezug auf Größe und Sortiment mit einer wohngebietsverträglichen Verkaufsfläche bis maximal 400 Quadratmeter für beispielsweise den „Nachbarschaftsladen“ vertretbar.

Damit bietet sich die Fläche für vielfältige Nutzungen an. Wichtig ist, dass das Verhältnis zwischen Wohnraum und gewerblichen Betrieben ausgewogen ist. Das Plangebiet soll in einem parallel zum Bieterverfahren aufzustellenden Bebauungsplan als allgemeines Wohngebiet ausgewiesen werden und eine zwei- bis dreigeschossige Bebauung im Innenhofbereich ermöglichen.

Einen weiteren städtebaulichen Akzent für das Quartier an der Florastraße könnte eine neue Nutzung der ehemaligen Papiersackfabrik Behn setzen. Das Areal ist mehr als 6000 Quadratmeter groß und liegt zwischen Viktoria-, Hardenberg-, Dießemer- und Blücherstraße.

Die Fabrik wurde im Ersten Weltkrieg gegründet und 1996 in Teilen an die Magdeburger Straße verlegt. Das ehemalige Fabrikgebäude liegt nur rund 300 Meter von der alten Feuerwache entfernt.

In unmittelbarer Nachbarschaft hat die städtische Wohnstätte erst kürzlich 66 Wohnungen für rund 14 Millionen Euro auf dem ehemaligen Nappo-Gelände an der Hardenbergstraße gebaut.