Beachvolleyball gibt es ab März am Buscher Holzweg

Beachvolleyball: Clubs baggern gemeinsam auf Sand

Der FC Traar und der Verberger TV schaffen mit Beach-Volleyball ein neues Angebot.

Im Frühjahr werden rund 350 Tonnen feiner, mehrfach gewaschener Quarzsand auf Lastwagen nach Traar rollen. Das weiße Material bildet den Belag für zwei neue Beach-Volleyball-Felder. Die Vorstände und Mitglieder des FC Traar und des Verberger TV machen sich für das neue Angebot stark. Anfang März kann dann am Buscher Holzweg 50 gebaggert und gepritscht werden.

Die Vereins-Vorstände hatten die Idee beim gemeinsamen Sportplatzfest. „Wir haben uns kennen und schätzen gelernt. Jetzt möchten wir unsere Vereine attraktiver gestalten und mit dem Beach-Volleyball ein neues modernes Angebot schaffen“, sagen Andreas Stattrop, zweiter Vorsitzender des FC Traar, und Jan Moertter, Vorsitzender des Verberger TV (VTV).

Angebote des Verberger TV
in verschiedenen Hallen

„Wir haben mit unserem Verein, dem Verberger TV, keine feste Heimat, keinen steten Anlaufpunkt, an dem wir geografisch zu finden sind“, erzählt Moertter. Das hat der bisherige Verein in rund 100 Jahren nicht in Angriff genommen. So sind wir mit unseren Angeboten wie Schwimmen, Fitness und Gymnastik, Kinderturnen, Badminton und Yoga in verschiedenen Hallen vertreten.“

Dann haben sie noch die erfolgreiche Volleyball-Abteilung. 1970 führten die Verantwortlichen Volleyball im Leistungsbereich ein. Bereits 1978 wurde die männliche A-Jugend zunächst Niederrhein-Meister des Deutschen Turnerbundes und im Jahr darauf Vizemeister des Deutschen Turnerbundes. Heute sei die Volleyballabteilung mit rund 150 aktiven Sportlern die größte Abteilung im VTV, erklärt Moertter weiter. „Es gibt viele Jugendmannschaften aller Altersklassen und Erwachsenenmannschaften bis zur Verbandsliga.“ Und sicherlich auch bald viele Aktive auf Sand.

Baukosten in Höhe
von rund 20 000 Euro

Der FC Traar hingegen ist mit seinem Fußballangebot bisher ein Einsparten-Verein. „Wir haben die Infrastruktur für die Nutzung der beiden Felder“, berichtet Stattrop. „Das passende Gelände, Parkplätze, Duschen und Vereinsheim. Die beiden Volleyball-Felder werden vor die Beach-Soccer-Anlage gebaut.“

Beide Vorstände versprechen sich von der Kooperation und dem neuen Angebot viel. Die einen haben – wenn auch nur teilweise – eine Heimat gefunden, die anderen besitzen nun eine zweite Sparte.

Dass das Angebot genutzt wird, daran haben die beiden engagierten Männer keinen Zweifel, zumal auch Stadtsportbund und Stadtväter positive Rückmeldung für die Initiative und die räumliche Annäherung der beiden Vereine geben. Nicht nur das: „Stadt und Sparkassenstiftung geben einen insgesamt namhaften Betrag zu den Baukosten von rund 20 000 Euro hinzu, die die Verberger alleine tragen“, freuen sich beide.

„Die Traarer stellen die Infrastruktur.“ Sie erwähnen aber auch, dass sie ihr Vorhaben auf dem städtischen Grund der Bezirkssportanlage verwirklichen und für deren Belebung sorgen. Und das in Zeiten schlecht erhaltener Anlagen.

Der FC Traar hat etwa 250 Mitglieder, der VTV zirka 800. „Mit 1000 Leuten finden wir in Krefeld sicherlich ein anderes Gehör“, findet Stattrop. An eine weitere Annäherung sei aber erst einmal nicht gedacht.

In einer ersten Aktion wurde jetzt die Baufläche abgesteckt, die alten Betonrandsteine und Fußballgeländer in Eigenleistung entfernt. Die Bauphase selbst wird etwa zwei Wochen dauern. Und wenn dann die 350 Tonnen super Sand – „weiß wie auf Hawaii“, sagt Moertter – an ihrem Platz liegen und die Netze gespannt sind, werden die beiden Beachvolleyball-Felder, die jedoch nur Vereinsmitgliedern zur Verfügung stehen, mit einem ordentlichen Fest eingeweiht.

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