1. NRW
  2. Krefeld

Baumlehrkunde im Uerdinger Stadtpark

Baumlehrpfad : Neuer Baumlehrpfad im Stadtpark lädt zum Besuch ein

Der Eingang zum Arboretum ist an der Parkstraße. Dort gibt es einen Lageplan für die 64 verschiedenen Bäume.

64 Bäume im Stadtpark Uerdingen tragen ab Mittwoch eine kleine Tafel am Stamm. Darauf stehen ihr Name und die wissenschaftliche beziehungsweise botanische Bezeichnung. Ein handgemaltes Bild zeigt die besonderen Merkmale des Gewächses. Auch ein QR-Code mit zusätzlichen Angaben zu Blüten, Blättern und Früchten fehlt nicht. Dies alles haben die Freunde und Förderer des grünen Bereichs veranlasst und so einen Baumlehrpfad, Arboretum genannt, geschaffen. In dem kleinen Natur-Museum können die Besucher nun wandeln und sich informieren.

1980 wird der Grundstock
für den Stadtpark gelegt

Dass es so viele unterschiedliche Bäume im Stadtpark gibt, erklärt Marc Grotendorst, Beisitzer im Förderverein: „Im Zuge der Erweiterung des grünen Bereiches in den 1980er Jahren wurden viele Bäume von Bürgern, Wirtschaft und Politik gespendet. Jeder finanzierte dabei ,seinen’ Lieblingsbaum.“ Beispiel: „Die CDU gab eine Schwarzkiefer, die SPD eine Rotbuche“, sagt er amüsiert. „Insgesamt entstand dadurch ein Artenreichtum, der in den anderen öffentlichen Parks in Krefeld und der näheren Region nicht zu finden ist. Der Uerdinger Stadtpark ist ein Musterbeispiel für bürgerschaftliches Engagement. Damals hat Armin Everhardt, Planer vom Fachbereich Grünflächen, den Grundstein gelegt.“

Der Baumlehrpfad beginnt an der Parkstraße, weil dieser Eingang neben dem an der Nikolaus-Groß-Straße und Auf der Rheinaue am meisten genutzt wird. Dort gibt es einen Schaukasten mit Informationen samt übersichtlichem Lageplan und einer hilfreichen Legende.

Mit dem Tulpenbaum und dem Eschen-Ahorn geht der Rundgang los. Es wachsen hier aber auch noch Gehölze aus ganz anderen Regionen der Erde, wie die Weymouths-Kiefer, die Himalaja-Birke oder die Schwedische Mehlbeere. Am anderen Ende des Parks, Auf der Rheinaue, steht die Trauben-Eiche.

Weitere Besonderheiten: „In unserem Park sind die ältesten Bäume über 100 Jahre alt, haben einen Stammumfang von über vier Metern und eine beachtliche Höhe von über 30 Metern“, sagt Grotendorst. Und es gilt noch mehr heraus zu heben: „Der Tag des Baumes wird jedes Jahr im April mit Feierstunden begangen und soll die Bedeutung des Waldes für den Menschen und die Wirtschaft im Bewusstsein halten. In Bestand des Stadtparks befinden sich 19 Bäume des Jahres.“ Darunter sind die Sand-Birke, die Lärche und der Feld-Ahorn.

Natürlich gibt es jeden Baum nicht nur einmal. Damit kein Schilderwald im Baum-Museum entsteht, wurde immer nur der schönste am Wegesrand gekennzeichnet. „Der kleine Nagel, der die 15 mal 15 Zentimeter großen Tafeln trägt, schadet nicht“, weiß Grotendorst