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Barrierefreie Umgestaltung der Haltestellen

Stadtplanung : Zebrastreifen verschwinden zugunsten der Bahnen

In der Bezirksvertretung werden die Pläne für die barrierefreie Umgestaltung des Friedrichplatzes vorgestellt.

Vor einigen Tagen haben die SWK ihr Millionen schweres Investitionsprogramm für dieses Jahr vorgestellt. Dazu zählt auch der barrierefreie Haltestellenausbau. In der Sitzung der Bezirksvertretung Mitte am Donnerstag stellt die SWK Mobil eine Machbarkeitsstudie für die Barrierefreiheit der Haltstellen am Friedrichsplatz vor. Bis Sommer soll der Zuwendungsantrag gestellt werden. Der VRR fördert solche Bauvorhaben mit 90 Prozent. Für das kommende Jahr ist die Umsetzung geplant.

Die beiden Haltestellen Friedrichsplatz für die Straßenbahnlinie 044 sowie für die Buslinien 057, 069, 076, 077, 079 und NE 7 sollen umgestaltet werden. Derzeit befindet sich für die Straßenbahn die stadtauswärtige Haltestelle auf dem Nordwall, die stadteinwärtige auf der Sternstraße. Die Bushaltestellen befinden sich in beiden Fahrtrichtungen auf dem Nordwall, wo sie auch verbleiben sollen. Die Gleistrasse verläuft in der Mitte der Straße, im Bereich der Sternstraße kann einseitig geparkt werden. Der gesamte Kreuzungspunkt ist mit Zebrastreifen für Fußgänger gesichert und enthält keine Lichtzeichenanlage. Aufgrund der querenden Straßenbahn kommt es hier immer wieder zu Verkehrsunfällen.

Für die Machbarkeitsstudie sind insgesamt vier Varianten untersucht worden. Dazu zählen die örtlichen Möglichkeiten auf der Sternstraße und dem Nordwall sowie die baulichen Varianten Mittelbahnsteig und zwei Seitenbahnsteige. Aus technischer Sicht, für den Fahrkomfort und wegen der Bau- und Unterhaltungskosten, sollte die Gleistrasse möglichst gerade geführt werden.

Entlastung der St.-Anton-Straße ist berücksichtigt

Die angestrebte mögliche Entlastung der St.-Anton-Straße im Rahmen des neuen Mobilitätskonzepts und der Umgestaltung des Theaterplatzes ist ebenfalls berücksichtigt worden. Eine Zusammenlegung aller Haltestellen der Straßenbahn- und Buslinien wird danach kritisch betrachtet, da durch die Menge an Fahrgastwechseln auf dem Nordwall dessen Leistungsfähigkeit erheblich eingeschränkt werde.

Favorisiert wird die Haltestelle in der Sternstraße mit Seitenbahnsteig. Mittelbahnsteige seien aus zweierlei Sicht zu vermeiden: Sie verschlechtern die Gleistrassierung und vermindern die Verkehrssicherheit aufgrund querender Fußgänger. Beim Seitenbahnsteig kann außerdem der ohnehin schmale Fußgängerweg in das Haltestellenkap integriert werden und die Wartezone dadurch attraktiver machen.

Des Weiteren ist geplant, im Korridor der Straßenbahn eine Lichtsignalanlage zur Beschleunigung der Bahnen und zur Vermeidung von Verkehrsunfällen vorzusehen. Die mit dem Straßenverkehrsgesetz nur schwer zu vereinbarenden vorhandenen Zebrastreifen müssen laut SWK Mobil zugunsten von Mittelinseln beim Überqueren der Straße entfallen.

Dem Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club wurden die Varianten vorgestellt. Da die Sternstraße keine attraktive Straße für Fahrradfahrer darstelle und ausreichend alternative Wege existieren, bestehen gegenüber der favorisierten Variante beim Fahrrad-Club keine Bedenken gegen diesen Vorschlag.