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Barmer zieht aus - der neue Kommunalbetrieb ein

Barmer zieht aus - der neue Kommunalbetrieb ein

Ab dem 13. März ist die Geschäftsstelle der Krankenkasse am Luisenplatz. Ab Mai ist die Stadtverwaltung neuer Mieter.

In sieben Tagen müssen die Umzugskartons gepackt sein. Dann ziehen die restlichen zwölf Mitarbeiter der Geschäftsstelle der Barmer Ersatzkasse aus dem früheren Hamburg-Mannheimer-Haus am Ostwall 171-175 aus. Ihr neues Domizil befindet sich nur rund 100 Meter Luftlinie weiter: am Luisenplatz. In dem neuen Ärztehaus, dem „Luisen Carré Crefeld“ auf der südlichen Seite des Platzes, bezieht die Geschäftsstelle ihre neuen Räume in der ersten Etage.

„Auf 380 statt bisher 250 Quadratmetern werden wir barrierefrei unseren Versicherten aus Krefeld, Tönisvorst und Kempen auch künftig den kompletten Service anbieten“, sagt Regionalleiter Frank Berger. Vor acht Jahren hatte die Krankenkasse die aufwendig renovierten Räume in dem Gebäude am Ostwall bezogen, um auf vier Etagen und in der Geschäftsstelle im Erdgeschoss verstärkt persönlich Ansprechpartner zu sein. Der zusätzliche Platz war notwendig geworden, nachdem die bis dahin eigenständigen Krankenkassen Barmer und GEK fusioniert hatten. 103 Angestellte kümmerten sich von da an um die rund 30 000 Versicherten.

Im Herbst 2016 kam dann der erste Einschnitt. Durch Umstrukturierungen und Personalabbau zog die Barmer vier Etagen ihres Krefelder Standortes leer. „Inzwischen ist unser Online-Angebot der am stärksten ausgebaute und nachgefragte Bereich“, sagt Berger. Ab dem 1. Oktober 2016 standen in dem Gebäude am Ostwall die Etagen vier bis sechs leer. Insgesamt 1500 Quadratmeter, die das Gebäudemanagement für zehn bis elf Euro pro Quadratmeter feilgeboten hat.

Inzwischen sind die Räume ab dem 1. Mai neu vermietet. „Nachmieter ist die Stadtverwaltung, die übernimmt die gesamte Fläche“, sagt Berger. Eine Nachfrage bei der Stadt bleibt zum jetzigen Zeitpunkt vage. „Ende April werden die aktuell 21 Mitarbeiter der Stadtentwässerung von der St. Töniser Straße 270 umziehen zum Ostwall. Alles Weitere später mal“, sagt Helmut Döpcke vom Vorstand Kommunalbetrieb, AÖR (Anstalt Öffentlichen Rechts). In der neuen AÖR sollen die Aufgabengebiete Tiefbau, Sport und Bäder, Umwelt, Grünflächen zusammengelegt werden. Wie viele Mitarbeiter künftig am Ostwall arbeiten, ist laut Döpcke derzeit noch nicht zu sagen. Auch die Frage nach geeignetem Parkraum für die Mitarbeiter und möglicher Kostenbeteiligung der Stadt überrascht ihn. Es gelte die Besitzstandwahrung, sagt er. Das heißt, Mitarbeiter, die in den neuen Kommunalbetrieb wechseln, werden sich nicht schlechter stellen. „Alles andere später“, so Döpcke.