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Bahn frei für den Umbau von Krefelds Sportplätzen

Kommentar : Bahn frei für den Umbau

Die Planung und Umsetzung von Modernisierungsarbeiten an den Krefelder Sportanlagen muss Priorität besitzen.

Es muss jetzt endlich was passieren an der Horkesgath. Monatelang war der Baubeginn auf dem Areal im Krefelder Nordwesten verschoben worden. Teilweise aus guten Gründen. Zur Bewilligung von Fördergeldern in Höhe von 500 000 Euro durften vorab keine Arbeiten an der Anlage durchgeführt worden sein. Wie sinnig oder unsinnig man auch immer diese Vorschrift finden mag, verstößt die Stadt dagegen, sind die Fördergelder futsch. In Zeiten, in denen die Folgen der Corona-Pandemie Millionen-Löcher in den Haushaltskassen der Städte und Gemeinden zurücklassen werden, sicherlich kein Risiko, das man eingehen darf.

Klar ist aber auch, Krefelds Sportanlagen sind marode, nicht mehr zeitgemäß mit hohem Sanierungsbedarf. Schaut man sich in anderen Städten und Gemeinden in der Nähe um, hat Krefeld die Zeichen der Veränderung viel zu spät erkannt. Jahrelang gammelten – anders kann man es nicht sagen – Sportanlagen in Uerdingen, Fischeln und Bockum vor sich hin.

Die ersten Schritte sind gemacht. Eine Bestandsanalyse wird durchgeführt, jetzt beginnt die Arbeit vor Ort. Oder im besten Fall rollen wie an der Horkesgath möglichst bald schon die Bagger. Doch nur wenn die Voraussetzungen stimmen, kann schlussendlich auch erfolgreich abgearbeitet werden.

Soll bedeuten: Bei der Fülle an Aufgaben, die es zu bewältigen gilt, muss die Stadtverwaltung zwingend mehr Personal im Sektor Sport ansiedeln. Die Planung und die Umsetzung von Modernisierungsarbeiten an den Krefelder Sportanlagen müssen Priorität besitzen. Denn Sportplätze sind bereits heute gesellschaftliche Hotspots. Die soziale Arbeit von Vereinen, egal ob im Bereich Kinder-, Erwachsenen- oder Seniorensport, kann nicht hoch genug wertgeschätzt werden. Doch diese Vereine brauchen Unterstützung und Planungssicherheit. Und sie brauchen Anlagen, auf denen man sportartenübergreifenden Leistungs- und Breitensport betreiben kann – und sich im besten Fall auch noch wohlfühlt.