Aufgabe der Kleingartenanlage wegen Ausbau der B 288

B288 : Kleingärtner müssen Straße weichen

Ausbau der B 288 ist auf den Weg gebracht. Ersatz für „Rheinbrücke“ gefordert.

Eine bittere Pille haben Vertreter der Kleingartenanlage „Rheinbrücke“ im Planungsausschuss am Dienstag zu schlucken gehabt. Mehrheitlich, ohne die Stimme der Linken, haben die Vertreter der Ratsfraktionen den Bebauungsplan-Vorentwurf für eine bessere Nordanbindung des Hafens an die B 288 zur Kenntnis genommen und damit dem Bau einer neuen Trasse für die Mündelheimer Straße zugestimmt. Im Rahmen des Ausbaus ist auch die Aufgabe des gesamten Kleingartengeländes mit 36 Parzellen geplant. Ziel für die Verwaltung soll es nun sein, den Kleingärtnern ein verbindliches Angebot für Ersatzland anzubieten.

Ausbau der Mündelhiemer Straße hat hohe Priorität für die Stadt

„Rang 2 auf der Prioritätenliste für Bebauungsplanverfahren in Krefeld zeigt die hohe Bedeutung, die der Ausbau der Straße in Krefeld hat“, betont Jürgen Hengst, baupolitischer Sprecher der SPD, Seit 22 Jahren werde in Krefeld über die Umsetzung dieser Straße diskutiert. Diese stadtplanerische Bedeutung für die Stadt haben laut seiner Aussage auch die Vertreter der Kleingartenanlage eingesehen - und letztendlich der Umsiedlung zugestimmt. Die Vertreter der Kleingärtner im Zuschauerbereich schauen sich dazu nur still an und schütteln teils mit den Köpfen.

Dass es ein grober Einschnitt für sie sein wird, ist allen Fraktionen klar. Während sich Ursula Mende als sachkundige Bürgerin für die Linken deswegen gegen das Vorhaben ausspricht, schlägt Joachim C. Heitmann (FDP) als Ergänzung vor, die Suche nach einem Ersatzstandort für die Kleingartenanlage verbindlich in dem Bebauungsplan-Vorentwurf aufzunehmen. Dem stimmen alle zu.

Dass der Ausbau notwendig ist, daran lässt Jürgen Wettingfeld (CDU) jedoch bei allem Mitgefühl für die Kleingärtner keinen Zweifel. Bei einer Verkehrszählung vor sechs Jahren seien noch 24 000 Autos am Tag auf der Bundesstraße gezählt worden, heute seien es bereits 30 000. Auch sei es notwendig, so wichtige Bauvorhaben wie dieses voranzutreiben, um den benachbarten Kommunen zu zeigen, dass in Krefeld Projekte tatsächlich auch umgesetzt würden.

Der Vorentwurf sieht vor, dass in einem Abstand von nunmehr etwa 40 Metern zu den Häuserfronten der Wohngebäude an der Mündelheimer Straße eine neue Straße gebaut wird, die zur Wohnbebauung hin mit aktivem Lärmschutz versehen wird.

Mehr von Westdeutsche Zeitung