Auf der Suche nach passenden Fachkräften

Auf der Suche nach passenden Fachkräften

Die Wirtschaftsförderung Krefeld startet eine Initiative, um auf den Mangel an Mitarbeitern aufmerksam zu machen.

Für fast 70 Prozent der von der Wirtschaftsförderung (WFG) Krefeld Anfang 2017 befragten Unternehmen ist es schwierig oder sogar sehr schwierig, passende Fachkräfte zu finden. Mehr als 40 Prozent gaben zu Protokoll, dass die Attraktivität des Wohn- und Arbeitsstandortes bei der Akquise und Bindung von Fachkräften eine große oder sogar sehr große Rolle spielt.

Grund genug für die WFG, gemeinsam mit mehreren Partnern eine Fachkräfte-Marketinginitiative zu starten, mit deren Ausarbeitung die Krefelder Agentur „Montagmorgens“ beauftragt wurde. „Die Perspektive der Fachkräfte hat beim Standortmarketing eine ganz große Bedeutung“, sagt Eckart Preen, Geschäftsführer der WFG. Die Kreativagentur „Montagmorgens“ hat dazu die Online-Plattform www.krefeldkannwas.de als digitales Herzstück der Initiative entwickelt.

„Darin finden potenzielle Fachkräfte, was Krefeld ihnen zu bieten hat“, erläutert Katharina Fedder, die Geschäftsführerin der Agentur. Ein Blick auf diese Plattform lohnt sich selbst für alt eingesessene Krefelder, die hier noch Tipps und Ideen finden können. Am vergangenen Wochenende war in der Krefelder Innenstadt der Auftakt der Aktion „Job-Wegweiser“, der mit über 20 Schildern Passanten vor Augen führte, wie vielseitig und nah die Unternehmenslandschaft in der Stadt eigentlich ist. Diese Aktion wird an den kommenden Wochenenden noch an weiteren Stellen der Stadt gezeigt. Die Vertreter der bis jetzt rund 20 Partnerunternehmen eint die gleiche Motivation.

„Bewerber interessieren sich immer auch für Lebensbedingungen in Krefeld“, sagt Oliver-Carlos Göhler, Managing Director bei XCMG Europe. „Die Initiative ist ein tolles Angebot an alle potenziellen und bereits aktiven Mitarbeiter, sich für einen eventuell neuen Lebensmittelpunkt zu begeistern“, fügt Norbert Staiger hinzu, Human Resources Director bei Canon Deutschland.

Mario Bernhards vom Chemiepark Krefeld-Uerdingen begrüßt das Engagement der Stadt, „die es schafft, verschiedene Akteure aus Politik, Kultur und Unternehmen an einen Tisch zu bringen“. Nach dem Rekordverkauf an Gewerbeflächen im Jahr 2017 und mit der strukturellen Stärkung der Wirtschaftsförderung „wollen wir Krefeld auf die Landkarte bringen“, sagt Oberbürgermeister Frank Meyer. „Denn gute Rahmenbedingungen sind im ureigensten Interesse der Stadt und seiner Bürger“.

Mehr von Westdeutsche Zeitung