Krefeld: Appell für Gewerbegebiet an A 44

Krefeld: Appell für Gewerbegebiet an A 44

IHK schreibt an Meerbuschs Politik. CDU sieht Verhältnis nicht gestört.

Das ursprünglich miteinander geplante Gewerbegebiet der Städte Krefeld und Meerbusch wackelt — und die Krefelder CDU gibt sich selbstbewusst. Auf ihrem Kreisparteitag sagte CDU-Fraktionschef Philibert Reuters: „Es zeichnet sich ab, dass die Meerbuscher ihre Bürger nicht von dem gemeinsamen Gewerbegebiet mit Krefeld überzeugen können. Aber uns ist das egal, dann machen wir es alleine innerhalb unserer Stadtgrenzen.“ Mit Meerbusch werde man „trotzdem ein freundliches Nachbarschaftsverhältnis pflegen“, so Reuters.

Mit einem Appell hatte sich nach den Gesprächen von Spitzen aus Verwaltung und Politik in beiden Städten in der vergangenen Woche der Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK), Jürgen Steinmetz, zu Wort gemeldet. Er warb in einem Schreiben an die Meerbuscher Bürgermeisterin Angelika Mielke-Westerlage und die Ratsfraktionen dafür, „bei den Beratungen über das weitere Vorgehen die besondere Bedeutung dieses Standortes für die Wirtschaft am Niederrhein und in Meerbusch nicht außer Acht zu lassen.“

Für die Wirtschaft am Niederrhein und das Image des Standorts wäre seiner Meinung nach „ein negativer Ausgang der Beratungen fatal.“ Dieses Gewerbegebiet diesseits und jenseits der Autobahn 44 biete „die einmalige Chance, einen Top-Standort mit exzellenter Anbindung und überregionaler Ausstrahlung am Niederrhein zu etablieren. Das wäre auch für Meerbusch ein Leuchtturmprojekt“.

Nachdem man zusammen acht Jahre lang im Regionalrat für das gemeinsame Gewerbegebiet gekämpft habe, solle diese Gelegenheit nicht vergeben werden, so Steinmetz. Letztlich würde eine 124-Hektar-Premiumfläche gegen ein 15 Hektar großes lokales Gewerbegebiet getauscht.

Er habe Verständnis für die Sorgen der Osterather, betont aber gleichzeitig, dass das Strukturkonzept zur Entwicklung des Areals vom Beratungsunternehmen Drees & Sommer „keinen Logistikstandort mit Lärm und Verkehr vorsehe, sondern vor allem hochwertige Bebauung und Dienstleistungsnutzungen.“ ck/ok

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