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An der Horkesgath in Krefeld soll 2021 ein neuer Sportplatz entstehen

Sportplätze : An der Horkesgath soll 2021 ein neuer Sportplatz entstehen

Die Sportanlagen in Krefeld sollen zukünftig noch mehr unterschiedliche Menschen anlocken, die Angebote dementsprechend vielfältiger werden.

Erst vor wenigen Tagen stellte die Krefelder Sportverwaltung gemeinsam mit dem Sportwissenschaftlicher Lutz Thieme Pläne vor, wie die Krefelder an der Zukunft ihrer Sportanlagen partizipieren können. Anhand eines Fragenkatalogs, der an mehr als 22 000 Personen in Krefeld verschickt wurde, sollen die Teilnehmer die Gestaltung ihrer Spiel-, Sport- und Freizeitaktivitäten mitteilen. Denn, so lautet der Plan hinter der Befragung, Krefelds Sportwelt soll sich verändern. Im Mittelpunkt stehen dabei die Bezirkssportanlagen, deren Name laut Lutz Thieme längst ausgedient hat. Die Sportanlagen sollen zukünftig noch mehr unterschiedliche Menschen anlocken, die Angebote dementsprechend vielfältiger werden. Der Sportplatz, der nur einem Verein oder einer Sportart zur Verfügung steht, könnte damit ausgedient haben. Doch wie ist es überhaupt um die Sportanlagen in Krefeld bestellt? Was passiert wo und wann? Unsere Redaktion bringt Sie auf den neuesten Stand.

Horkesgath

Die Pläne für den Umbau der Sportanlage Horkesgath liegen seit langem in der Schublade. Der Start der Bauarbeiten musste aber immer wieder verschoben werden. Jetzt scheint die Sanierung der Sportanlage Horkesgath endlich in die Tat umgesetzt zu werden. Auf Nachfrage erklärt die Stadt, dass die Ausschreibung für erste Bauleistungen durch den Kommunalbetrieb Krefeld (KBK) erfolge. Ein Bescheid über Bundesfördermittel (500 000 Euro) wird noch in diesem Jahr erwartet. Sobald dieser vorliegt, soll Anfang 2021 mit den Sanierungsarbeiten begonnen werden. In neun bis zwölf Monaten, so rechnet man im Rathaus, wird aus dem Asche- und Rasenplatz, den derzeit federführend die Fußballer von Spiel und Sport Krefeld sowie die Schüler der angrenzenden Schulen benutzen, ein moderner Sportpark. Der Fokus liegt klar auf den Sparten Fußball und Leichtathletik. Ein Kunstrasenplatz sowie Laufbahnen und Bereiche für Wurfdisziplinen sollen geschaffen werden. Die Kosten für den Umbau belaufen sich auf mehr als zwei Millionen Euro.

Edelstahlkampfbahn

Der Förderantrag für die Sportanlage im Krefelder Westen ist bereits Ende Oktober eingereicht worden. Derzeit ist der KBK mit der Ausarbeitung von Leistungsverzeichnissen beschäftigt, frühestens Mitte 2021 soll dann die Planungsphase beginnen. „Die Sanierungsarbeiten sind vom zweiten Quartal 2022 bis Mitte/Ende 2023 geplant“, teilt die Stadt mit. Für 3,5 Millionen Euro werden zwei neue Kunstrasenplätze geschaffen, aber auch ein Basketballplatz und eine Leichtathletikanlage, weil neben den Sportlern vom FC Hellas und Marathon Krefeld, die sich die Anlage seit Jahren teilen, vor allem auch Schüler der umliegenden Schulen (Hannah-Arendt und Co.) die Plätze nutzen.

Sprödentalplatz

Die Footballer der Krefeld Ravens sollen auf der Anlage unweit des Sprödentalplatzes zukünftig ihrem Hobby nachgehen können. Zudem werden die beiden neuen Sportplätze mit einem modernen Kabinentrakt versehen. Die Leichtathletik darf sich ebenfalls freuen. So entstehen rund um einen der Plätze nicht nur eine achtspurige Tartanbahn, sondern auch eine Sprung- und Wurfanlage. Anfang 2023 soll die Sportstätte im besten Fall umgebaut sein. Dies war die Aussage bei Vorstellung des Projekts im Juni 2019. Am Zeitplan hat sich seither nichts geändert. Im Herbst/Winter sollen die Ergebnisse für einen Masterplan Sprödentalplatz vorgestellt werden. Danach erfolgt die Ausschreibung von Planungs- und Bauleistungen, möglicher Baubeginn Ende 2022/Anfang 2023. Die Bauzeit beträgt zwölf bis 15 Monate, die Kosten werden auf fünf Millionen Euro geschätzt.

Hubert-Houben-Kampfbahn

Eine Konzeptstudie samt Kostenbetrachtung soll im Frühjahr 2021 vorliegen. „Auf dieser Basis wird der Rat der Stadt Ende des zweiten Quartals 2021 eine Entscheidung zur Umsetzung treffen“, teilt die Verwaltung mit. Erst dann werde über mögliche Förderoptionen entschieden, dem sich danach die Ausschreibung und die Vergabe der notwendigen Planungsleistungen anschließen sollen. Start der Arbeiten soll im Herbst 2022 sein. Auch hier rechnet die Stadt mit zwölf bis 15 Monaten Bauzeit. Rund 3,5 Millionen Euro sollen die denkmalgerechte Sanierung der Anlage und der Bau eines Kunstrasenplatzes kosten.

Schroersdyk

Viktoria Krefeld will und wird auf der Anlage am Schroersdyk beheimatet bleiben. Ein Stadtsprecher sagt: „Der Verein hat der Sportverwaltung ein Konzept zur Neuausrichtung der Sportanlage vorgelegt. Die Anregungen werden in den Gesamtprozess der Umstrukturierung der Sportanlage gemäß Ratsbeschluss eingebracht.“ In der vergangenen Woche startete zudem eine Befragung der Bürger, die im Januar 2021 ausgewertet werden soll. Eine mögliche Prüfung von Fördergeldern soll zu gegebener Zeit erfolgen. Auf der Anlage sollen neben einem Fußballplatz eine Bewegungsfläche entstehen. Die Option, dass Viktoria Krefeld mit auf die Anlage an der Horkesgath oder auf die Hubert-Houben-Kampfbahn geht, ist vom Tisch.