Alte Feuerwache Krefeld-Hüls: Investor wartet auf das Startsignal

Wohnungsbau : Alte Feuerwache: Investor wartet auf das Startsignal

Küppersliving will in Hüls ein Geschäfts- und Wohnhaus für 3,8 Millionen Euro am Kirmesplatz bauen.

Der Kirmesplatz in Hüls soll neu gestaltet werden. Gleichzeitig wartet der neue Eigentümer der alten Feuerwache darauf, dass er von Seiten des Kommunalbetriebs Krefeld das Signal kriegt, wann dort mit den Bauarbeiten begonnen werden soll.  Küppersliving plant an dieser Stelle  ein Wohn- und Geschäftshaus mit halboffener Tiefgarage. Dazu sollen etwa 3,8 Millionen Euro in den Hülser Ortskern investiert werden. Doch ohne zeitliche Abstimmung mit dem Kommunalbetrieb, der für die Tiefbauarbeiten zuständig ist, kann das Unternehmen von Jörg Weitzel nicht mit dem Abriss des alten Gebäudes beginnen und die folgenden Arbeiten beauftragen. „Bei Verzug werde ich ansonsten regresspflichtig“, sagt Weitzel.

Bereits im Frühjahr 2012 hatten sich die Hülser Bezirksvertreter „für eine planerisch saubere Sanierung“ ausgesprochen. Mit dem Erlös einer guten Vermarktung der alten Feuerwache sollte der Platz neu gestaltet werden.   Bis zu einem Beschluss ist einige Zeit vergangen. 2016 beschloss der Rat die Neugestaltung für 800 000 Euro. Käufer ist der Immobilienentwickler Küppersliving. „Doch ohne Zeitschiene können wir nicht anfangen“, erklärt Weitzel. Angedacht ist zunächst der Abriss der alten Feuerwache und das Hochziehen des Rohbaus, danach Beginn der Bauarbeiten auf dem Kirmesplatz und mit Fertigstellung dann auch Fertigstellung des Wohn- und Geschäftshauses.

Küppersliving möchte die Pläne für das Gebäude noch  einmal überarbeiten.  „Wir wollen dem Rechnung tragen, dass die Interessenten wieder kleinere Drei-Zimmer-Wohnungen nachfragen, nicht zuletzt auch wegen der davon galoppierenden  Kaufpreise“, sagt Weitzel. Gründe dafür seien die gestiegenen Baukosten und modernen Baustandards wie auch die hohe Nachfrage nach Wohnraum. Andererseits könnten immer weniger Interessenten mit ihrem Einkünften damit Schritt halten. Deshalb will Weitzel Drei-Zimmer-Wohnungen in einer Größe im Schnitt von 75 Quadratmetern anbieten.

Die Entscheidung, ob zugunsten von Eigentums- oder Mietwohnungen sei noch nicht gefallen, sagt Weitzel. Der Anteil liegt vermutlich bei halbe-halbe.

Küppersliving rechnet mit einer Bauzeit von locker  zwei Jahren, Einzug könnte in zweieinhalb Jahren sein. Wenn dann die Bauplanung abgeschlossen und der Terminplan fest verbindlich steht.

Auch die Historische Schützenbruderschaft  Hüls wünscht sich einen verbindlichen Zeitplan.   Bei einem schwebenden Zustand kann sie ihr anstehendes Schützenfest nicht planen. Sie müsse spätestestens im Dezember wissen, ob sie im Sommer 2021 ihr Festzelt auf dem neu gestalteten Kirmesplatz aufbauen kann. Im kommenden Frühjahr müsste das traditionelle Vogelschießen stattfinden. Laut Vereinssatzung folgt dann ein Jahr darauf das Schützenfest.

Der Kommunalbetrieb ist jetzt gefordert. „Er muss die vorliegenden Gestaltungsvorstellungen für den Platz bearbeiten und beschluss- und baureif mache“, erklärt Stadtsprecher Dirk Senger. Die Mittel für die Neugestaltung sind im Haushalt vorhanden. Dennoch könnte es für die Schützen zeitlich eng werden.

Mehr von Westdeutsche Zeitung