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Krefeld: Albrechtplatz: CDU sorgt sich um Sicherheit von Kindern

Krefeld : Albrechtplatz: CDU sorgt sich um Sicherheit von Kindern

Dringlichkeitsantrag wegen Trinkerei auf Spielplatz. SPD nennt das „Populismus“. Außerdem sei noch nicht "in trockenen Tüchern", dass ein Edeka-Markt in das neue Sparkassengebäude an der Friedrichstraße zieht, so die CDU.

Krefeld. Werner Gottschalk sorgt sich. Nach Ansicht des Vorsitzenden der CDU-Fraktion muss die Sicherheit, die Ordnung und Sauberkeit auf dem Spielplatz am Albrechtplatz von der Verwaltung wiederhergestellt werden.

„In den letzten Wochen ist im Bereich des Spielplatzes Albrechtplatz nicht nur eine zunehmende Vermüllung festzustellen, sondern auch ein besorgniserregendes Verhalten rauchender und trinkender Jugendlicher und Erwachsener gegenüber spielenden Kindern und Jugendlichen, wovon insbesondere junge Mädchen betroffen sind“, erklärt Gottschalk.

Per Dringlichkeitsantrag für die Sitzung der Bezirksvertretung Mitte (Donnerstag ,17 Uhr, Rathaus) soll die Verwaltung zum Handeln gezwungen werden. Vonseiten der Christdemokraten will man verhindern, dass der Spielplatz weiterhin zweckentfremdet und zu einem Szenetreff für trinkende Menschen wird.

Die SPD reagiert auf den Vorstoß der CDU gereizt. Bezirksvorsteherin Gerda Schnell erklärt: „In Stadtmitte ist fast jeder Spielplatz in den vergangenen Jahren vernachlässigt worden. Es handelt sich hierbei aber um ein Dauerproblem.“ Daran würde auch ein Dringlichkeitsantrag der CDU nichts ändern. „Für mich ist dieses Vorgehen der CDU schlichtweg Populismus“, so Schnell.

Lösungsansätze für die vernachlässigten Spielplätze in Stadtmitte gibt es nach Ansicht von Gerda Schnell aber kaum. „Nach unseren Informationen hat man bei der Stadt nicht genügend Personal, um die Spielplätze öfter zu reinigen oder kontrollieren zu lassen“, beklagt Schnell.

Auf der Tagesordnung der Sitzung steht noch ein weiterer CDU-Antrag, der Brisanz birgt. „Nach unseren Informationen ist der Vertrag mit dem Edeka-Markt, der in das neue Sparkassengebäude an der Friedrichstraße ziehen soll, noch nicht in trockenen Tüchern. „Wir erwarten von der Verwaltung in dieser Angelegenheit eine Stellungnahme. Sollte der Vertrag noch nicht wasserdicht sein, würde nach einer Schließung der Filiale von Kaiser’s Tengelmann an der Friedrichstraße im gesamten Gebiet kein Nahversorger mehr vorhanden sein“, sagt Gottschalk. Informationen verlangt die CDU auch zum Umbau/Neubau Et Bröckske und zur zukünftigen Nutzung des Gebäudes der ehemaligen Landeszentralbank.

Tempo 30 auf der Philadelphiastraße will der Bezirksverordnete Jürgen Heitzer diskutieren. Zu den generellen Umbauplänen der Philadelphiastraße hatte die FDP gestern kritisiert, dass die Verwaltung die dazu nötigen Baumaßnahmen erneut verschiebe.