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Aktionstage gegen Extremismus

Aktionstage gegen Extremismus

Politische Themen, die Kindern gefährlich werden können, nehmen einen wichtigen Raum bei den kommenden Krefelder Aktionstagen zum Kinder- und Jugendschutz 2017 ein. „Wir müssen aufklärend tätig sein und Strategien aufzeigen, wenn junge Leute in den Bann der Störungen gelangt sind, damit sie nicht einem politischen oder religiösen Extremismus verfallen“, sagt Jugendamtsleiter Markus Schön.

Die Aktionstage finden von Oktober bis Dezember mit vielen Veranstaltungen statt und umfassen neben der Ideologie weitere sechs große Themen: Sucht, Gewalt, Medien, Konsum, Sexualität und Gesundheit.

Sie finden zum 16. Mal mit zehnjähriger Unterbrechung statt, weil die personelle Ausstattung in der vergangenen Zeit nicht ausgereicht hätte, erklärt Norbert Axnick, Abteilungsleiter Jugend. „Wir wollen die Dinge beim Namen nennen und mehr investieren in die politische Bildungsarbeit“, sagt Schön. Beispiel gibt die Veranstaltung, die sich an Fachleute als Multiplikatoren richtet. Thema: „Alle Muslime sind Terroristen . . .“ In diesem Workshop soll gezeigt werden, wie man sich gegen Stammtischparolen engagieren kann.

Weitere Veranstaltungshinweise: Damit Eltern ihre Kinder besser verstehen, werden sie zum Thema „Medien“ in die „Digitale Spielewelt“ eingeführt. Das Krefelder Computerspiel-Studio Take TV lädt mit dem Fachbereich Jugendhilfe zu einem Spieleabend ein. Dort erfahren sie mehr über das bei Kindern beliebte eSport, den sportlichen Wettkampf zwischen Menschen in einem Computerspiel.

„Ganz schön blöd“ heißt die Zartbitter-Theaterproduktion gegen sexuelle Gewalt an Mädchen und Jungen im Grundschulalter. Darin wird ein gesundes Misstrauen gegenüber Grenzverletzungen und somit das Vertrauen in sich selbst gefördert. Diese Veranstaltung ist als einzige der 35 Termine ausgebucht. Bei der Gesundheitserziehung geht es beispielsweise um kreative Lebensmittelgestaltung „Das Auge isst mit“.