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Umwelt: Abend zum Klimaschutz war klimaneutral

Umwelt : Abend zum Klimaschutz war klimaneutral

Info-Veranstaltung in der Volkshochschule soll auch praktisches Beispiel sein.

Die Stadt hat einen Infoabend („Dialog Krefeld-Klima 2030 – Klimaschutz“) in der Volkshochschule mit 130 Besuchern klimaneutral gestaltet. Das geht aus einer Erhebung des Unternehmens Wert-Sicht hervor. Danach haben die Veranstalter CO2-Emissionen vermieden, reduziert und die verbliebenen kompensiert. Die Details:

Am 1. Juli besuchten 130 Personen die Infoveranstaltung. Mit dem Rad oder zu Fuß sind 77 Prozent der Besucher gekommen, drei Prozent mit der Bahn und 20 Prozent mit dem Auto. Auf die Mobilität der Veranstalter entfallen die meisten CO2-Emissionen, da unter anderem Stellwände und Materialien per Transporter angeliefert wurden. Da die VHS weder beheizt noch klimatisiert wurde, war der Energieverbrauch an dieser Stelle entsprechend gering. Auf Catering (Ausnahme: Wasser für die Referenten) wurde bewusst verzichtet. Die gesamten CO2-Emissionen – inklusive 20 Prozent Sicherheitsaufschlag – betrugen laut Wert-Sicht 0,23 Tonnen, das sind knapp zwei Kilogramm pro Teilnehmer. Zum Vergleich: der durchschnittliche CO2-Ausstoß eines Bundesbürgers beträgt 11 600 Kilogramm pro Jahr.

Um die Veranstaltung klimaneutral zu stellen, müssen die verbliebenen Emissionen ausgeglichen werden. Die Stadt hat sich nach eigenen Angaben dazu entschieden, dies durch die Aufforstung von Waldflächen zu tun. Wälder entziehen der Atmosphäre CO2, unabhängig von ihrem Standort. Sie sorgen auch für sauberes Trinkwasser, schützen vor Hochwasser und Lärm und bieten vielen Tier- und Pflanzenarten Lebensraum. Der Verein Primaklima kümmert sich um die Aufforstung.

Den Veranstaltern war es wichtig, nicht nur über Klimaschutz zu sprechen, sondern auch ein praktisches Beispiel zu geben. Denn auch Veranstaltungen haben Auswirkungen auf die Umwelt und das Klima. Das fängt bei der An- und Abreise der Besucher an, umfasst den Strom-, Wärme- und Wasserverbrauch, die Erstellung von Broschüren und Flyern, das Catering sowie viele weitere Aspekte. Nicht alle Emissionen lassen sich zu 100 Prozent vermeiden, zum Beispiel benötigen die Beleuchtung und der Beamer Strom und die Heizung Wärme.