253 Bäume werden in diesem Winter gefällt

253 Bäume werden in diesem Winter gefällt

Der Fachbereich Grünflächen wird an 50 Standorten keine Gehölze nachpflanzen.

Krefeld. Fünf Seiten lang ist die Liste der Bäume, die vom Fachbereich Grünflächen in den Wintermonaten zur Fällung vorgesehen sind. Stadtweit werden insgesamt 253 Bäume der Säge oder der Axt zum Opfer fallen. Auf die gesamte Stadt bezogen, verzichtet der Fachbereich an 50 Standorten dann auf Neubepflanzungen - rund 20 Prozent.

Matthias Pasch vom Fachbereich Grünflächen erklärt, dass rund 30 Prozent der zu fällenden Bäume stark beschädigt bzw. bereits schon abgestorben sind. Der andere Teil weise keine ausreichende Bruch- und Standsicherheit mehr auf. 119 Gehölze müssen in Grünanlagen und Kinderspielplätzen beseitigt werden, 99 Bäume stehen direkt an Straßen und 35 sollen in Kleingartenanlagen geschlagen werden.

Darüber hinaus ist eine Bestandspflegemaßnahme, die auch Fällungen beinhaltet, am Europaring vorgesehen. Dort haben zahlreiche Bäume aufgrund der Bodenbeschaffenheit keinen festen Stand mehr und gefährden den Straßenverkehr. Die Arbeiten dort werden in mehreren Schritten erfolgen.

Wie Matthias Pasch erklärte, sind die Fällungen Bestandteil einer großen Pflegemaßnahme an mehr als 1000 städtischen Bäumen, die im Dezember abgeschlossen sein soll. Grundsätzlich seien an jedem bisherigen Standort Nachpflanzungen vorgesehen. Allerdings sei zu beachten, dass Nachpflanzungen sinnvoll sein müssten. Pasch: "Grün hat eine wichtige Schutz- und Umweltfunktion. Es darf jedoch nicht behindern." Wenn die finanziellen Mittel ausreichend zur Verfügung stünden, könnten im kommenden Jahr 328 neue und junge Bäume gepflanzt werden.

Ein besonderes Problem bei den Ersatzpflanzungen stellten die Leitungsen in der gesamten Stadt dar. Der technische und materielle Aufwand, der zum Schutz der verschiedensten Ver- und Entsorgungsleitungen eingesetzt werden müsse, liege durchschnittlich bei rund 3000 Euro pro Baum. Ein finanzielles Problem für den Fachbereich - er verfügt pro Jahr nur über 50 000 Euro für Nachpflanzungen, bedauert Matthias Pasch. Damit können nur 16Bäume mit Leitungsschutz pro Jahr ausgestattet werden.

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