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Krefeld: 1200 Fans feiern in der Kufa

Krefeld : 1200 Fans feiern in der Kufa

Bei der WZ-EM-Party zittert Krefeld beim Elfmeterschießen mit und fällt sich jubelnd in die Arme, als Deutschland ins Halbfinale einzieht.

Krefeld. Jonas Hector legt sich den Ball zurecht. In der Kufa halten 1200 Besucher den Atem an: Er guckt, läuft an und trifft! Tooooor! Jaaaaa! Aus! Gewonnen: Auf der WZ-EM-Party gibt es kein Halten mehr. Jubelrufe, geballte Fäuste, pure Freude: Was war das für ein Fußball-Drama! Deutschland schlägt Italien im Viertelfinale der Europameisterschaft im Elfmeterschießen mit 7:6. Jogis Jungs ziehen ins Halbfinale ein. Erstmals kann das deutsche Team bei einer Welt- oder Europameisterschaft überhaupt einen Erfolg gegen Italien feiern. Und Krefeld feiert bei der WZ-EM-Party in der Kufa mit.

Pure Erleichterung nach diesem unglaublichen Nerven-Krimi. Bereits um 20 Uhr ist der Strandbereich in der Kufa samt der Gastro-Meile pickepackevoll. Zum Anpfiff platzt die große Halle aus allen Nähten. Um nicht den Überblick zu verlieren, haben sich Dutzende Besucher einfach im Flurbereich aufgestellt, um die Partie auf den Flachbildschirmen zu verfolgen.

Die Stimmung? Großartig — auch wenn das Spiel eher ein taktischer Schlagabtausch als ein Fußball-Spektakel ist. Dafür geht es aber auch um zu viel.

Ganz entspannt verfolgt der neue KFC-Vorsitzende Michael Ponomarev im Kreise seiner Familie in der SinnLeffers-Lounge die Partie. Auch KFC-Spieler Timo Achenbach ist gekommen und das Verwaltungsratsmitglied Mustafa Ertürk. „Da muss in der Offensive deutlich mehr kommen“, sagt SPD-Ratsherr Michael Haas zur Halbzeit.

Gesagt, getan: Mesut Özil trifft zur 1:0-Führung, die Kufa feiert. Dann aber die Ernüchterung nach dem Elfmetergegentor durch Leonardo Bonucci. Verlängerung. Viel Spannung, aber keine Tore, und dann kommt es zum Showdown im Elfmeterschießen. „Kaum auszuhalten ist das“, sagt KFC-Verwaltungsratsmitglied Mustafa Ertürk.

Bei jedem Elfmeter halten die 1200 Fans in der Kufa den Atem an. Draußen ist es mucksmäuschenstill, als Hector zum entscheidenden Schuss antritt und Krefelds größtes Public Viewing Sekunden später in ein Tollhaus verwandelt. Pure Freude auch bei beim WZ-Verlagsleiter Niederrhein, Daniel Poerschke. „Das war ein Fußball-Fest — auch wenn es im Halbfinale am Donnerstag ruhig ein Stück weit weniger spannend zugehen darf“, sagt Daniel Poerschke. Dort geht es dann in Marseille gegen Gastgeber Frankreich oder das Überraschungsteam aus Island. Ein Schritt fehlt noch zum Finale in Paris.